Hans Rhaders

Hans Rhaders (* vor 1626; † 27. Mai 1644 in Hannover) war ein deutscher Goldschmied.

Leben

Hans Rhaders Lebens- und Wirkungsdaten haben sich insbesondere aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges erhalten. Nachdem er für die Hannöversche Bäckerinnung im Jahr 1626 einen kleinen vergoldeten Willkomm geschaffen hatte, heiratete er als Goldschmied am 1. April 1627 in Hannovers Marktkirche „Gerdruth Bremerss, Tonnis dochter“, also die Tochter des Goldschmiedes Tonnies Bremer.

1636, anlässlich des Residenzrezessvertrages durch Herzog Georg von Calenberg, lieferte Rhaders ähnlich wie sein Amtskollege Moritz Borchmann zwei vergoldete Flaschen zur Huldigung der Prinzen des Landesherrn.

Noch vor Rhaders Ableben starben zwei Kinder von ihm in den Jahren 1637 und 1641.

1640 schuf Rhader eine Hostienbüchse für die Marktkirche, die neben den im selben Jahr geschaffenen Hokenamtspokal zu seinen bedeutendsten Werken zählt.

Zu Rhaders eigener Beerdigung 1644 fand ein Gottesdienst in der Aegidienkirche statt.

1927 wurden verschiedene Stücke aus dem Besitz des hannoverschen Heimatmuseums in einer Ausstellung im Leineschloss gezeigt.

Erhaltene Werke

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Wolfgang Scheffler: Hans Rhaders, in der.: Goldschmiede Niedersachsens. Daten, Werke, Zeichen, Halbband 1: Aerzen - Hamburg, Berlin: de Gruyter, 1965, S. 720f; eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  2. ↑ Klaus Mlynek: Residenzress(vertrag), in Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.), Dirk Böttcher, Hugo Thielen (Mitarb.): Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart, Hannover: Schlütersche Verlagsgesellschaft, 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 521
  3. ↑ Victor Curt Habicht: Kunstgewerbe, in ders.: Hannover (= Georg Biermann [Hrsg.]: Stätten der Kultur. Band 33). Klinkhardt & Biermann, Leipzig 1914, S. 74f.; hier: S. 75
Personendaten
NAME Rhaders, Hans
KURZBESCHREIBUNG deutscher Goldschmied
GEBURTSDATUM vor 1626
STERBEDATUM 27. Mai 1644
STERBEORT Hannover