Hans Roder (* 18. Juni 1896 in Bayreuth; † 20. Dezember 1984 in Spaichingen) war ein deutscher Pädagoge und Politiker (NSDAP).
Nach dem Besuch der Oberrealschule Bayreuth absolvierte Hans Roder eine Ausbildung am dortigen Lehrerseminar. Er musste Kriegsdienst leisten und wurde als Leutnant demobilisiert. Bevor er zum Jahresbeginn 1921 in Bayreuth als Lehrer tätig wurde, war er in verschiedenen bayerischen Schulen als Hilfslehrer bzw. Lehrer eingesetzt. Er trat zum 1. Juli 1930 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 269.637) und war von Oktober 1932 bis Ende Juli 1933 Schriftleiter bei den NS-Tageszeitungen Fränkisches Volk und Bayerische Ostwacht. Ebenso war er bei der NS-Wochenzeitung Kampf tätig.
1933 wurde er als Beauftragter von Kultusminister Hans Schemm Leiter des Lehrerbildungsreferats. In dieser Funktion wurde er zum Regierungsrat I. Klasse ernannt. Im selben Jahr kam er für die NSDAP in den gleichgeschalteten Landtag, der nicht vom Volk gewählt, sondern dessen Sitzverteilung nach dem Ergebnis der Reichstagswahl März 1933 festgelegt wurde. Er führte den Vorsitz im Eingaben- und Beschwerdeausschuss des Landtags. Seit 1935 war er an der Deutschen Aufbauschule in Schwabach tätig.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war er Lehrer in Aldingen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Roder, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Pädagoge und Landtagsabgeordneter (NSDAP) |
| GEBURTSDATUM | 18. Juni 1896 |
| GEBURTSORT | Bayreuth |
| STERBEDATUM | 20. Dezember 1984 |
| STERBEORT | Spaichingen |