Hans Steets

Hans Steets (* 2. Februar 1903 in Nürnberg; † 3. Oktober 1980 in München) war ein deutscher Generalmajor der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg und Autor.

Leben

Hans Steets trat am 1. April 1922 als Fahnenjunker in die Reichswehr ein. Am 1. Dezember 1925 erhielt er im 7. (Bayerisches) Pionier-Bataillon in München seine Beförderung zum Leutnant und war 1928 in der 1. Kompanie des Bataillons. 1930 war er, seit 1. November 1928 Oberleutnant, Adjutant im Bataillon. Er wurde am 1. Oktober 1934 zum Hauptmann befördert.

Ab Mitte August 1937 war er in der Wehrmacht im Generalstab des IX. Armeekorps in Kassel, kam dann mit der Aufstellung am 26. August 1939 in den Generalstab des stellvertretenden Generalkommandos des IX. Armeekorps. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs folgte am 25. September 1939 eine Verwendung als Ia bei der 95. Infanterie-Division. Ab dem 14. Juli 1940 war Steets wieder im Generalstab des stellvertretenden Generalkommandos des IX. Armeekorps, um vom 25. Oktober 1940 bis Januar 1941 als Major Ia bei der neu aufgestellten 129. Infanterie-Division zu sein. Mitte Januar 1941 kam er in der gleichen Funktion zur 1. Gebirgs-Division. Hier wurde er am 1. März 1942 Oberstleutnant und am 11. April 1942 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Ab Mitte April 1943, vom 1. September 1943 an als Oberst, war er bis Mitte Mai 1944 Ia der 20. Gebirgs-Armee. Mit der Aufstellung Anfang Juli 1944 übernahm er das Kommando über die MG-Skibrigade „Finnland“.

Steets war als Vertreter von Generalleutnant Gustav Hundt im Januar/Februar 1945 Kommandeur der 1. Skijäger-Division. Anschließend übernahm er bis Kriegsende die unter dem Kommando des LXXV. Armeekorps in den Westalpen an der italienisch-französischen Grenze stehende 5. Gebirgs-Division. Hier wurde er am 20. April 1945 zum Generalmajor befördert. Das LXXV. Armeekorps, dem Steets 5. Gebirgs-Division angehörte, kapitulierte mit am 2. Mai 1945 gegen 21:30 Uhr in Monza unterzeichneter Urkunde.

Auch Steets kam in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus welcher er am 22. Oktober 1947 entlassen wurde. Während seiner Gefangenschaft verfasste Steets für die Historical Division der United States Army, Europe, die Studie 5th Mountain Division (1945). Defense of the western Alps from the Swiss border to Monte Viso.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Rolf Düsterberg: Soldat und Kriegserlebnis: Deutsche militärische Erinnerungsliteratur (1945--1961) zum Zweiten Weltkrieg. Motive, Begriffe, Wertungen. Walter de Gruyter, 2011, ISBN 978-3-11-096075-4, S. 263 (google.de [abgerufen am 21. Mai 2021]).
  2. ↑ Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Mittler & Sohn., 1928, S. 70 (google.de [abgerufen am 21. Mai 2021]).
  3. ↑ Reichswehrministerium: Rangliste des deutschen Reichsheeres. Mittler & Sohn., 1930, S. 79 (google.de [abgerufen am 21. Mai 2021]).
  4. 1 2 H. H. Podzun (Hrsg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3.1.1939. Verlag Hans-Henning Podzun, 1953, S. 144.
  5. ↑ Klaus D. Patzwall, Veit Scherzer: Das Deutsche Kreuz 1941–1945. Geschichte und Inhaber. Band II, Verlag Klaus D. Patzwall, Norderstedt 2001, ISBN 3-931533-45-X, S. 455.
  6. ↑ Samuel W. Mitcham Jr: German Order of Battle: 291st-999th Infantry Divisions, Named Infantry Divisions, and Special Divisions in WWII. Stackpole Books, 2007, ISBN 978-0-8117-4844-5, S. 238 (google.de [abgerufen am 21. Mai 2021]).
  7. ↑ Samuel W. Mitcham Jr: German Order of Battle: 291st-999th Infantry Divisions, Named Infantry Divisions, and Special Divisions in WWII. Stackpole Books, 2007, ISBN 978-0-8117-4844-5, S. 270 (google.de [abgerufen am 21. Mai 2021]).
  8. ↑ Kapitulation des LXXV. Armeekorps (Fotokopien) - Deutsche Digitale Bibliothek. Abgerufen am 16. Juli 2025.
Personendaten
NAME Steets, Hans
KURZBESCHREIBUNG deutscher Generalmajor im Zweiten Weltkrieg, Autor
GEBURTSDATUM 2. Februar 1903
GEBURTSORT Nürnberg
STERBEDATUM 3. Oktober 1980
STERBEORT München