Hans Volz

Hans Volz (* 28. Februar 1904 in Charlottenburg; † 3. April 1978 in Göttingen) war ein deutscher Historiker, Herausgeber und NS-Propagandist.

Leben

Hans Volz wurde als Sohn des Historikers Gustav Berthold Volz geboren. Er studierte ab 1922 Geschichte, Kirchengeschichte und Germanistik an der Universität Berlin. Zu seinen Lehrern gehörten Gustav Roethe, Karl Holl und Erich Marcks. 1929 wurde er promoviert, die Dissertation erschien im folgenden Jahr im Druck. In der Folge arbeitete Volz als Theologe im Verlagswesen und als Mitherausgeber der Heimatzeitschrift Brandenburger Land.

Volz trat zum 1. Juli 1931 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 573.457). Volz war Parteiredner und Mitglied des Kulturkreises der SA. Er gab auch Bücher als Propagandist der NSDAP heraus. So stammen die Daten der Geschichte der NSDAP von ihm, die er in elf jeweils überarbeiteten Ausgaben im Verlag Ploetz erscheinen ließ. Dann war er der Autor und Herausgeber mehrerer Propagandawerke des zum Ribbentropschen Außenministerium gehörenden Deutschen Auslandswissenschaftlichen Instituts. Dort gab er mehrere Bände der Reihe Dokumente der deutschen Politik heraus.

Nach dem Dritten Reich beschäftigte er sich wieder als Kirchenhistoriker. Von 1950 bis zu seinem Tod war er hauptamtlicher Mitarbeiter bei der Kommission zur Herausgabe der Werke Martin Luthers. Zusätzlich nahm er von 1954 bis 1972 einen Lehrauftrag der Universität Göttingen für „Textgeschichte des reformatorischen Schrifttums“ wahr.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Als Autor
Als Herausgeber/Bearbeiter
Hauptdaten der Weltgeschichte. Redaktion Karl Julius Ploetz; Hans Volz, (Mitwirkender). Ab 22. Aufl. Redaktion Hans Volz unter Mitarb. von Gottfried Franz Litschauer und Dr. von Jenny, Ploetz Verlag, Berlin, Hölder-Pichler-Tempsky Verlag Wien, beide 1935. Später Der kleine Ploetz.
NS-Propaganda

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/46261462