Hans Weinberger

Johann (Hans) Weinberger (* 26. November 1898 in Weiden in der Oberpfalz; † 3. August 1976 in München) war ein deutscher Sozial- und Jugendpolitiker und nach 1945 im Freistaat Bayern tätig.

Biografie

Ausbildung und Beruf

Weinberger wuchs in einem Waisenhaus in Weiden in der Oberpfalz auf. Nach einer kaufmännischen Ausbildung absolvierte er in Berlin als Stipendiat der Stadt Nürnberg ein Studium an der Deutschen Hochschule für Politik. Sein Studium beendete Weinberger mit einem Staatsexamen als Sozialfürsorger. Nach der Gründung der sozialdemokratischen Reichsarbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde (RAG) übernahm er deren Geschäftsführung. Infolge des Verbots der RAG nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Weinberger 1933 arbeitslos. Durch seine intensiv vernetzten Kontakte konnte er eine berufliche Tätigkeit als Vertriebsleiter bei der Wochenzeitschrift Blick in die Zeit finden, die dann 1935 ebenfalls verboten wurde. Weinberger engagierte sich im Widerstand gegen das NS-Regime. Mitte Juni 1938 nahm die Gestapo ihn fest. Er kam in Untersuchungshaft. Da ihm keine konkreten politischen Straftaten nachzuweisen waren, wurde Weinberger Ende November 1938 aus der Haft entlassen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Hans Weinberger von 1945 bis 1966 im Landesjugendamt des Freistaates Bayern tätig.

Arbeiterwohlfahrt

Als Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO) von 1948 bis 1969 beteiligte er sich maßgeblich am Aufbau der sozialdemokratischen Wohlfahrtsorganisation. Unter seiner Führung entstanden zahlreiche Jugendwohnheime. Schon 1962 initiierte er einen bayerischen Landesplan für Altenhilfe. Von 1952 bis 1957 und von 1964 bis 1969 gehörte Weinberger als Vertreter der AWO dem Bayerischen Senat an.

Ehrungen

Herausgeber

Literatur

Personendaten
NAME Weinberger, Hans
ALTERNATIVNAMEN Weinberger, Johann
KURZBESCHREIBUNG deutscher Sozial- und Jugendpolitiker
GEBURTSDATUM 26. November 1898
GEBURTSORT Weiden in der Oberpfalz
STERBEDATUM 3. August 1976
STERBEORT München