| Haptanthus hazlettii | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Haptanthus hazlettii, in Honduras 2010 wiederentdeckt | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Familie | ||||||||||||
| Haptanthaceae | ||||||||||||
| C.Nelson | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Haptanthus | ||||||||||||
| Goldberg & C.Nelson | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Haptanthus hazlettii | ||||||||||||
| Goldberg & C.Nelson |
Haptanthus hazlettii ist die einzige Pflanzenart der monotypischen Gattung Haptanthus, die alleine die Familie der Haptanthaceae bildet.

Haptanthus hazlettii ist ein immergrüner Baum oder Strauch der Wuchshöhen von 5 bis 8 Metern erreicht.
Die gegenständig an den Zweigen angeordneten, mesophytischen Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist mit einer Länge von 5 bis 10 Zentimetern sowie einer Breite von relativ kurz. Die kahle, einfache und ganzrandige Blattspreite ist bei einer Länge von 10 bis 13,5 Zentimetern sowie einer Breite von 4 bis 4,5 Zentimetern elliptisch mit gerundeter Spreitenbasis und zugespitztem oberen Ende. Es ist Fiedernervatur vorhanden. Nebenblätter sind nicht vorhanden.
Haptanthus hazlettii ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die kurzen und achselständigen, zusammengesetzten zymösen, traubigen Blütenstände enthalten meist nur eine größere weibliche Blüte im Zentrum sowie meist zwei bis sechs oder keine Verzweigungen mit männliche Blüten; es sind insgesamt bis zu 18 männliche Blüten enthalten. Die kleinen, eingeschlechtigen Blüten sind kurz gestielt oder sitzend.
Die kahlen und gelblich-grünen Blüten besitzen keine Blütenhülle, Blütenhüllblätter fehlen. In jeder männlichen Blüte enthalten sind meist zwei bis sechs sitzende Staubblätter, mit bis 5 Millimeter breiten Staubfäden vorhanden. Die Staubbbeutel sind etwa 2,5 Millimter groß. Die drei Fruchtblätter der weiblichen Blüten sind zu einem oberständigen, einkammerigen Fruchtknoten verwachsen, mit drei ausgebogenen, länglichen, eingefalteten und zungenförmigen Griffeln mit jeweils zwei kammförmigen Narbenästen.
Die bei Reife grünlichen Kapselfrüchte sind bei einer Länge von 45 bis 60 Millimetern sowie einem Durchmesser von 10 bis 12 Millimetern relativ klein und ellipsoid. Die Kapselfrucht öffnet sich septizidal mit drei Fruchtklappen. Auf der Frucht sind Griffel- und Narbenreste vorhanden. Die bräunlichen, gehörnten Samen sind bei einer Länge von 2,5 bis 3 Millimetern sowie einem Durchmesser von 3 bis 4 Millimetern pyriform (birnenförmig) und relativ klein sowie grubig skulptiert.
Nach Goldberg und Alden 2005 erfolgt die Bestäubung vermutlich durch den Wind.

Zur Gattung Haptanthus Goldberg & C.Nelson gehört nur eine Art:
Die Art Haptanthus hazlettii wurde wohl anhand eines 1980 durch Hazletti in Honduras gesammelten Exemplares im Jahr 1989 durch Aaron Goldberg und Cirilo Nelson in Systematic Botany; Quarterly Journal of the American Society of Plant Taxonomists, Band 14, Seite 16 erstbeschrieben. Als Fundortangabe gibt es nur: 5 km südöstlich von Matarras, Municipio Arizona, Atlántida; es gab mehrere gescheiterte Versuche, diese Art in Honduras wiederzufinden. Erst 2010 ist es gelungen ein weiteres Exemplar in Honduras zu entdecken, anhand dessen auch genetische Untersuchungen durchgeführt werden konnten. Weitere wenige Bäume konnten dann 2010, 2011 entdeckt werden. Zwei Exemplare trugen auch Früchte und Samen, die dann 2015 dokumentiert wurden.
Die Eingliederung der Gattung Haptanthus in eine Familie wird kontrovers diskutiert. So wurde für sie eine eigene Familie der Haptanthaceae aufgestellt. Mögliche Verwandtschaften vermutet man in den Familien der Buxaceae, Salicaceae und Lacistemataceae. Am akuellsten ist die Vermutung, dass die Gattung Haptanthus zur Familie Buxaceae gehört.