Harald Grethe (* 25. März 1965 in Buchholz in der Nordheide) ist ein deutscher Agrarwissenschaftler.
Harald Grethe absolvierte eine landwirtschaftliche Berufsausbildung in den Niederlanden und studierte Agrarwissenschaften an der Universität Göttingen, wo er 2004 auch promovierte. Von 2008 bis 2016 leitete er das Fachgebiet für Agrar- und Ernährungspolitik der Universität Hohenheim. Seit 2016 ist er Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo er das Fachgebiet „Internationaler Agrarhandel und Entwicklung“ leitet.
2012 wurde Grethe zum Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats „Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlicher Verbraucherschutz“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft berufen und dort zum Vorsitzenden gewählt. Im Dezember 2020 schied er aus dem Beirat aus. Seit 2018 ist Grethe Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Thünen-Instituts. Seit Mai 2022 ist Grethe gemeinsam mit Christine Chemnitz Co-Direktor des Thinktanks Agora Agrar. Er ist auch Mitglied im 2024 geschaffenen Beirat für Natürlichen Klimaschutz WBNK.
Seine Forschungsinteressen liegen in der Modellierung des Agrar- und Ernährungssystems sowie seiner Einbettung in den gesamtgesellschaftlichen und -wirtschaftlichen Kontext. Grethe ist ein Kritiker der Flächensubventionen in der Landwirtschaft. Die Landwirte in Deutschland sollten nicht mehr durchschnittlich 284 Euro pro Hektar erhalten. Dies sei „ein verteilungspolitischer Skandal“.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grethe, Harald |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Agrarwissenschaftler und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 25. März 1965 |
| GEBURTSORT | Buchholz in der Nordheide |