Harald Scheid

Harald Scheid (* 6. Mai 1939 in Bad Kreuznach; † 19. Februar 2026 ebenda) war ein deutscher Mathematiker, Hochschulprofessor an der Bergischen Universität in Wuppertal und Autor zahlreicher mathematischer Fachliteratur und Lehrbücher. Neben seiner Arbeit zur Mathematikdidaktik lag der Schwerpunkt seiner mathematischen Arbeit auf dem Gebiet der Zahlentheorie.

Leben

Harald Scheid studierte von 1958 bis 1964 Mathematik und Physik an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Er promovierte von 1964 bis 1966 unter Hans Rohrbach und Bruno Müller mit dem Thema Arithmetische Funktionen über Halbordnungen. Es folgte 1970 die Habilitation in Mathematik, wo er bis 1971 den Lehrstuhl für Mathematik in Mainz innehatte. Ab 1974, zwei Jahre nach Gründung der Universität, leitete er den Lehrstuhl für Didaktik in der Mathematik an der Bergischen Universität in Wuppertal. Er war damit eines der Gründungsmitglieder des damals eigenständigen Fachbereichs Mathematik. Er blieb bis zu seiner Emeritierung 2004 an der Universität Wuppertal und war dreimal Dekan des Fachbereichs Mathematik.

Scheid war verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohnes.

Werk

In der Zeit seiner Habilitation in Mainz beschäftigte sich Scheid unter anderem mit den Faltprodukten zahlentheoretischer Funktionen. In einer Arbeit aus dem Jahr 1968 zeigte er, dass die Menge aller natürlichen Zahlen, in deren p-adischer Darstellung die Ziffer p−1 nicht vorkommt, keine arithmetischen Progression der Länge p enthält.

Scheid war beratend an der Entwicklung des mathematikdidaktischen Projektes MathePrisma beteiligt, das 2001 den 1. Platz der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft erhielt.

Er wirkte als Autor und Herausgeber von über 50 Lehrbüchern, Lexika und Fachbüchern mit wie beispielsweise dem Schülerduden Mathematik.

Preise

Publikationen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Harald Scheid. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online. De Gruyter. Abgerufen am 16. Juli 2026.
  2. ↑ Mathematics Genealogy Project: Harald Scheid
  3. ↑ Harald Scheid : Mainzer Professorenkatalog. In: Gutenberg Biographics. Universitätsbibliothek Mainz, abgerufen am 7. April 2026.
  4. ↑ presse-archiv.uni-wuppertal.de: Mathematiker Prof. Dr. Harald Scheid nach 30 Jahren emeritiert, Artikel vom 30. November 2004, zuletzt aufgerufen am 1. September 2021
  5. ↑ Remscheider General-Anzeiger: Im Uni-Vortrag MathePrisma vorgestellt, Artikel vom 31. Dezember 2014, zuletzt aufgerufen am 27. März 2019
  6. ↑ Blankenagel, Spiegel (Hrsg.): Mathematikdidaktik: aus Begeisterung für die Mathematik; Festschrift für Harald Scheid. 1. Auflage. Klett, Stuttgart Düsseldorf Leipzig 2000, ISBN 978-3-12-983380-3, S. 6.
  7. ↑ Über arithmetische Progressionen der Länge p. In: Journal für die reine und angewandte Mathematik (Crelles Journal). Band 1968, Nr. 232, 1. September 1968, ISSN 0075-4102, S. 118–121, doi:10.1515/crll.1968.232.118 (degruyter.com [abgerufen am 7. April 2026]).
  8. ↑ Blankenagel, Spiegel (Hrsg.): Mathematikdidaktik aus Begeisterung für die Mathematik. Festschrift für Harald Scheid., S. 10.
  9. ↑ Jahresbericht der Uni Wuppertal 2004: Robert Bosch Stiftung zeichnet Wuppertaler Mathematiker aus (Memento vom 27. März 2019 im Internet Archive), Seite 65 (PDF), zuletzt aufgerufen am 27. März 2019