Harald Schweizer (* 23. Juli 1944; † 28. Dezember 2017) war ein deutscher katholischer Theologe und Sprachwissenschaftler.
Harald Schweizer war bis 1989 Professor für Einleitungswissenschaften an der Universität Tübingen. Nach seiner Heirat im Jahr 1989 wurde ihm die Lehrerlaubnis entzogen und er trat aus der Kirche aus. Er wechselte als Professor für Methodik computerunterstützter Textinterpretation an das Wilhelm-Schickard-Institut für Informatik der Universität Tübingen. Seine Abschiedsvorlesung hielt er am 13. Juli 2010. Schweizer starb am 28. Dezember 2017 und wurde in Mössingen beigesetzt.
Schweizer war einer der ersten, die Computer für die Literaturanalyse einsetzten und somit für die Geisteswissenschaften nutzbar machten. Er legte eine umfangreiche Analyse der Josefsgeschichte vor.
Schweizer initiierte und betrieb das Projekt Alternativ-Grammatik, das Erkenntnisse der modernen Linguistik für Schulen nutzbar machen soll. Er kritisiert den üblichen Zuschnitt von Schulgrammatiken und plädiert für eine Neufassung der Begriffe Syntax, Semantik und Pragmatik. Die „Grammatik“ beschränkt sich bei Schweizer nicht auf die Satzanalyse, sondern erstreckt sich bis zur Textebene und berücksichtigt die Situation, in der der Text geschaffen wurde. Die Methodentrennung zwischen Grammatik und Literaturanalyse soll damit überwunden werden.
| Personendaten | |
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| NAME | Schweizer, Harald |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher katholischer Theologe und Sprachwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 23. Juli 1944 |
| STERBEDATUM | 28. Dezember 2017 |