Hardiness

Hardiness (engl. für ‚Widerstandsfähigkeit‘) bezeichnet einen Persönlichkeits­faktor, der Menschen trotz großer Belastungen und kritischer Lebensereignisse vor Krankheit zu schützen vermag. Dabei steht der individuelle Umgang mit Stressoren im Vordergrund. Der Begriff wurde 1979 von Suzanne C. Kobasa eingeführt.

Komponenten

Kritik

Der Begrifflichkeit folgend, bedeutet Hardiness die Eigenschaft einer Person, Stress­situationen sachlich und problemorientiert zu bearbeiten, während Gefühle dabei unbeachtet bleiben. Kritikern zufolge bedeutet dies eine unzureichende Bearbeitung der Gesamtsituation. Zwar könne in der Situation akuten Stresses die Handlungsfreiheit beibehalten werden (vgl. Akute Belastungsreaktion), dennoch enthebe dies nicht von der Notwendigkeit einer Nachbearbeitung bislang unterdrückter Gefühle.

Das zugrunde liegende Konzept ist auch wegen seiner Breite und aufgrund von Schwierigkeiten, die sich bei der Messung ergeben, umstritten.

Es sei auf die konzeptionellen Überschneidungen zu Konstrukten der Resilienz oder des Kohärenzgefühls (sense of coherence, in Bezug auf die Salutogenese) hingewiesen.

Einzelnachweise

  1. ↑ Kobasa, S. C. (1979). Stressful life events, personality, and health – Inquiry into hardiness. Journal of Personality and Social Psychology 37 (1): 1–11.
  2. ↑ Vgl. G. Kaluza 1996, S. 45; vgl. Bengel und Koch (Hrsg.) 2000, S. 56 f.