Harmersbach

Harmersbach
Abschnittsnamensfolge: Zuwalder Bach → Walderbach → Harmersbach
Der Harmersbach bei Unterharmersbach

Der Harmersbach bei Unterharmersbach

Daten
Gewässerkennzahl DE: 2346
Lage Schwarzwald

Baden-Württemberg

Flusssystem Rhein
Abfluss über Erlenbach → Kinzig → Rhein → Nordsee
Quelle etwa 0,4 km nördlich des Hahnenkopf-Gipfels in der Nordostspitze des Gemeindegebietes von Oberharmersbach
48° 23′ 43″ N, 8° 12′ 37″ O
Quellhöhe ca. 790 m ü. NN
Zusammenfluss am Westrand von Zell am Harmersbach von links und Ostnordosten mit der Nordrach zum ErlenbachKoordinaten: 48° 20′ 37″ N, 8° 3′ 15″ O
48° 20′ 37″ N, 8° 3′ 15″ O
Mündungshöhe ca. 211 m ü. NN
Höhenunterschied ca. 579 m
Sohlgefälle ca. 36 ‰
Länge 16,3 km
Einzugsgebiet 61,485 km²
Abfluss
AEo: 62,63 km²
an der Mündung
MQ
Mq
1,424 m³/s
22,7 l/(s km²)
Kleinstädte Zell am Harmersbach
Gemeinden Oberharmersbach
Harmersbachtal mit Oberharmersbach von Osten
Sägemühle am Harmersbach

Der Harmersbach ist ein Gewässer im westlichen Schwarzwald. Er ist der linke Oberlauf des Erlenbachs bei Zell am Harmersbach im Ortenaukreis in Baden-Württemberg und ein Nebenfluss zweiter Ordnung der Kinzig. Das Tal war einst einziges „Freies Reichstal“ im Heiligen Römischen Reich.

Zuweilen wird der Unterlauf Erlenbach des Harmersbachs zu diesem gerechnet oder auch umgekehrt der Harmersbach zum Erlenbach.

Name

Das Dorf Oberharmersbach wurde im Jahr 1139 als Hademarsbach erstmals urkundlich erwähnt. Der Name des Bachs leitet sich daher vom althochdeutschen Personennamen Hadamār ab.

Geographie

Quelle

Die mündungsfernste Quelle des als Zuwalder Bach entspringenden Harmersbachs liegt etwa 0,4 km nördlich des Hahnenkopf-Gipfels, zwischen dem Herbensattel und der Paulshütte unterhalb, in der Nordostspitze des Gemeindegebietes von Oberharmersbach.

Verlauf

Am anfangs westlichen, später auf dem größten Teil südwestlichen Harmersbach-Lauf liegen die Orte Oberharmersbach, Unterharmersbach, beide mit Streubesiedlung in Form zahlreicher Zinken und Gehöfte am Gewässer und in seinem waldreichen Einzugsgebiet, sowie die Kleinstadt Zell am Harmersbach.

Das auf seinem Westlauf noch sehr enge Tal weitet sich auf seinem Südwestlauf zusehends, der Mündungssporn gegen die Nordrach ist schon über zwei Kilometer vor dem Zusammenfluss recht flach und unbewaldet; hier liegt, mit alten Ortskernen zusammengewachsen, die Kleinstadt Zell, der Siedlungsschwerpunkt des Tals. Dem Gewässer folgt ab dem Endbahnhof im Zinken Vor Riersbach oberhalb von Oberharmersbach auf gesamter Länge linkerseits die Harmersbachtalbahn.

Zusammenfluss

Am Westrand von Zell vereint sich die hier mit 15,1 km Länge nur wenig kürzere Nordrach von rechts mit dem 16,3 km langen Harmersbach zum Erlenbach, der selbst schon nach weiteren 2,6 km von rechts bei Biberach in die Kinzig mündet.

Zuflüsse

Zuflüsse von der Quelle zur Mündung. Wo nichts anderes vermerkt, Längen nach den Datensatzeinträgen der LUBW-FG10, Einzugsgebiete nach denen der LUBW-GEZG. Namen bevorzugt nach den Polygonzugbeschriftungen der LUBW-FG10. Höhen abgeschätzt nach dem Höhenlinienbild der LUBW-FG10.

Die mündungsfernste Quelle des hier Zuwalder Bach genannten Harmersbachs liegt in der Nordostspitze des Gemeindegebietes von Oberharmersbach, etwa 0,4 km nördlich des Hahnenkopf-Gipfels auf etwa 790 m ü. NN zwischen dem Herbensattel ober- und der Paulshütte unterhalb.

Zusammenfluss mit der von rechts kommenden Nordrach, 15,126 km und 37,797 km², nach 16,301 km Harmersbach-Lauf am westlichen Ortsrand von Zell auf etwa 211 m ü. NN. Hier beginnt der Erlenbach, der nach weiteren 2,555 km zuflusslosen Laufs in die Kinzig mündet.

Geschichte

Im späten 17. und im 18. Jahrhundert war das Tal unter dem Namen Reichstal Harmersbach die einzige freie Bauernrepublik im Rahmen des Heiligen Römischen Reiches.

Einzelnachweise

  1. ↑ Heinz Fischer, Hans-Jürgen Klink: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 177 Offenburg. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1967. → Online-Karte (PDF; 4,0 MB)
  2. 1 2 Nach dem Höhenlinienbild auf der Hintergrundkarte der der LUBW-FG10.
  3. ↑ Nach LUBW-FG10 (Datensatzeinträge) aus der Länge des dort den Erlenbach mit umfassenden Harmersbachs und der Stationierungsangabe zur Nordrach.
  4. ↑ Summe der Teileinzugsgebiete nach LUBW-GEZG (Datensatzeinträge).
  5. ↑ Abfluss Modellierte Werte nach Abfluss-BW Gewässerknoten MQ/MNQ
  6. ↑ Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1, S. 209, „Harmersbach“ (Auszug in der Google-Buchsuche).
  7. ↑ Länge abgemessen auf der Hintergrundkarte der LUBW-FG10.
  8. ↑ Vielleicht Adelbach nach dem einzigen Zinken im Tal
  9. ↑ Vielleicht identisch mit Hagenbach-Berg
Commons: Harmersbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Geoportal Baden-Württemberg (Hinweise), insbesondere mit den Teilkarten/Layers