Harold Lawton

Harold Walter Lawton (* 27. Juli 1899 in Stoke-on-Trent, England; † 24. Dezember 2005) war ein britischer Frankoromanist.

Leben

Im Ersten Weltkrieg wurde Lawton 1917 zum Wehrdienst ins Britische Heer eingezogen und gehörte zunächst den Royal Welsh Fusiliers, dann dem Cheshire Regiment und am Ende dem East Yorkshire Regiment an. An der Westfront geriet er 1918 nahe Lille in deutsche Kriegsgefangenschaft. Nach zehn Tagen schickte man ihn zunächst in ein provisorisches Lager in Limburg an der Lahn und später nach Minden. Von dort kehrte er im Dezember in seine Heimatstadt Rhyl zurück. Dort diente er dem Militär noch weitere 18 Monate hinter dem Schreibtisch.

Im Anschluss daran studierte Lawton an der Sorbonne in Frankreich Latein sowie die Literatur der französischen Renaissance und promovierte im Jahre 1926. Er wurde Professor für Französisch und Dekan an der Kunstfakultät der Universität Southampton. Später wurde er zum Vizekanzler der Universität Sheffield ernannt.

Im Zweiten Weltkrieg stand Lawton auf einer Liste von Leuten, die das Militär des Deutschen Reiches zu töten hatte, falls es ihm gelingen sollte, in Großbritannien einzumarschieren.

Im Jahre 1999 erhielt er den französischen Orden der Ehrenlegion für seine Dienste während des Ersten Weltkriegs. Mit ihm starb eine der letzten Personen, die direkt an den Kriegshandlungen beteiligt war.

Literatur

Personendaten
NAME Lawton, Harold
ALTERNATIVNAMEN Lawton, Harold Walter (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG britischer Frankoromanist
GEBURTSDATUM 27. Juli 1899
GEBURTSORT Stoke-on-Trent, England
STERBEDATUM 24. Dezember 2005