
Harold Widom (* 23. September 1932 in Newark, New Jersey; † 20. Januar 2021) war ein US-amerikanischer Mathematiker, der sich mit Analysis beschäftigte.
Widom besuchte die Stuyvesant High School in New York. Ab 1949 studierte er am City College of New York, gewann 1951 den William-Lowell-Putnam-Wettbewerb und studierte danach an der University of Chicago, an der er 1952 seinen Master-Abschluss machte und 1955 bei Irving Kaplansky promoviert wurde (Embedding of AW*-algebras). Ab 1955 lehrte er an der Cornell University, wo er sich unter dem Einfluss von Mark Kac der Theorie der Toeplitz-Operatoren zuwandte. Ab 1968 war er Professor an der University of California, Santa Cruz, wo er 1994 emeritierte.
Widom beschäftigte sich mit Integralgleichungen und Integral- und Differentialoperatoren, speziell Toeplitz-Operatoren und -Matrizen und Wiener-Hopf-Operatoren. Mit Craig Tracy arbeitete er auch über Zufallsmatrizen (Tracy-Widom-Verteilungsfunktionen der Eigenwerte), wo er Methoden aus der Theorie der Integraloperatoren anwandte.

Widom war 1964/65 Sloan Research Fellow und 1967/58 und 1972/73 Guggenheim Fellow. 2007 erhielt er mit Craig Tracy den Norbert-Wiener-Preis für Angewandte Mathematik und 2002 erhielten beide den George-Pólya-Preis der SIAM. Er war Mitglied der American Academy of Arts and Sciences und Fellow der American Mathematical Society.
Er ist der Bruder des Physikers Benjamin Widom.
| Personendaten | |
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| NAME | Widom, Harold |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Mathematiker |
| GEBURTSDATUM | 23. September 1932 |
| GEBURTSORT | Newark, New Jersey |
| STERBEDATUM | 20. Januar 2021 |