Harro Heim (* 4. April 1919 in Hamm in Westfalen; † 12. Oktober 2016 in Wien) war ein deutscher Bibliothekar und Bibliotheksdirektor.
Harro Heim, Sohn von Emilie Heim, geborene Eller, und des Oberregierungs- und Baurats Rudolf Hamm, besuchte das Dreikönigsgymnasium in Köln, erhielt dort 1937 sein Abitur, studierte nach seinem von 1937 bis 1935 abgeleisteten Dienst in der Kriegsmarine von 1945 bis 1953 Germanistik, Biologe und Philosophie in Köln und Bonn und wurde 1952 an der Universität Köln zum Dr. phil. promoviert; außerdem legte er dort 1953 das Staatsexamen für den höheren Schuldienst ab.
Als Bibliotheksreferendar an der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln trat er 1953 in die Ausbildung für den höheren Bibliotheksdienst ein (Fachprüfung 1955 am Bibliothekar-Lehrinstitut des Landes Nordrhein-Westfalen). Von 1956 bis 1961 arbeitete er zunächst an der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, von 1965 bis 1967 an der Universitätsbibliothek Bochum, zuletzt als stellvertretender Direktor. Im Jahre 1967 wechselte er nach Bielefeld und begann dort an verschiedenen Standorten mit dem Aufbau der Universitätsbibliothek an der neugegründeten Universität, die 1976 in den Neubau der Universität einzog. Heim leitete die Universitätsbibliothek Bielefeld als ihr erster Direktor von 1968 bis 1984. Er wurde zudem Herausgeber der Reihe Bibliothekstudien und veröffentlichte zahlreiche Arbeiten, unter anderem zu den Themen Datenverarbeitung und Bibliothekswissenschaften. 1984 hatte er als erster deutscher Preisträger die nach Josef Bick benannte Dr.-Josef-Bick-Ehrenmedaille in Silber erhalten. Zudem erhielt er das Bundesverdienstkreuz.
Er war ab 1951 mit Elisabeth Heim, geborene Hartmann, verheiratet und hatte zwei Kinder (Ortwin und Ralf).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Heim, Harro |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bibliothekar |
| GEBURTSDATUM | 4. April 1919 |
| GEBURTSORT | Hamm |
| STERBEDATUM | 12. Oktober 2016 |
| STERBEORT | Wien |