Hartengrube

Die Lage der Hartengrube, rot markiert
Die Hartengrube
Die untere Hartengrube (1903)
Hartengrube 6–8
Hartengrube 20

Die Hartengrube ist eine Straße der Lübecker Altstadt.

Lage

Die etwa 270 Meter lange Hartengrube befindet sich im südwestlichen Teil der Altstadtinsel, dem Marien Quartier. Sie beginnt am Zusammentreffen von Domkirchhof, Parade und Großem Bauhof vor dem Zeughaus und verläuft entlang der Nordseite des Großen Bauhofs westwärts hinab zur Trave. Nachdem von Norden her die Lichte Querstraße einmündet, trifft die Hartengrube auf die Obertrave und endet.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wird die Hartengrube 1287 als Fossata ducis (lat., Herzogs-Grube) und 1289 als Fossa ducis. Der Name bezog sich auf Herzog Heinrich den Löwen, Gründer des nahen Doms. 1364 lautet der Name mit gleicher Bedeutung Fossa ducum, und 1379 ist erstmals die niederdeutsche Fassung Hartogengrove belegt. Die Straßenbezeichnung hielt sich im Wesentlichen über die folgenden Jahrhunderte, unterlag jedoch ständigen Variationen:

1852 wurde Herzengrube amtlich als Straßenname festgelegt, 1884 jedoch in die heutige Bezeichnung Hartengrube geändert.

Beim Bombenangriff vom 29. März 1942 wurde die Hartengrube zum Teil in Mitleidenschaft gezogen, was sich besonders gegenüber vom Großen Bauhof durch maßstabslose moderne Gebäude bemerkbar macht. Im Ganzen jedoch weist die Straße bis heute ein weitgehend geschlossenes, in Jahrhunderten gewachsenes Erscheinungsbild auf.

Bauwerke

Heinrich Eduard Linde-Walther: Blick in die Hartengrube von der Straße An der Obertrave, um 1903. Links vorn die Hartengrube 54, hinter dem Eingang zum Kalandsgang die geraden Hausnummern 50–28.

Gänge und Höfe

Von der Hartengrube gehen oder gingen folgende Lübecker Gänge und Höfe ab (nach Hausnummern):

Commons: Hartengrube – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

Koordinaten: 53° 51′ 43,1″ N, 10° 40′ 56,2″ O