
Hartenlena, auch Hartn-Lena, Harten-Lena oder Hart'n-Lena genannt, ist sowohl der niederdeutsche Name der Spielkarte „Herz Dame“, als auch ein altes norddeutsches Kartenspiel.
Das Spiel Harten Lena wurde schon 1853 erwähnt. Dabei geht es um ein bloßes Hasardspiel am Ende eines Spielabends, wobei jeder ein paar Schilling schmeißt, um „Fienbröd un Franschbröd“ zu kaufen. Der, der die Hartenlena zieht, bekommt „den ganzen Backbeernkram“.
In Chronik des Gasthauses zum Ritter St. Jürgen zu Husum erzählte 1902 Magnus Voss, dass bei der Rechnungsablage für das Gasthaus man meistens Whist spielte und Harten Lena, wobei die „Erträge des Spiels kommen in den Klingbeutel der Gasthauskirche oder werden den Geistlichen fur einen wohlthätigen Zweck überreicht“.
Normalerweise spielte man Hartenlena um die Zeche, oftmals am Ende des Abends. Auch könnte der Zweck sein, eine neue Runde herauszuschlagen. Die Zahl der Spieler ist beliebig. Einer gibt die Karten herum, oder es könnte herumgezogen werden. Dabei wird das Lied „Hartn-Lena, min Deern“, gesungen mit dieser oder ähnlicher Worte:
Auf jeden Takt entfällt eine Karte. Sobald die Herz-Dame fällt, wird das Spiel aufgehoben, und das Austeilen beginnt von vorne. Sind die Karten alle aus, bevor Hartenlena herauskommt, beginnt man wieder, Karten zu geben. Das geht weiter, bis die Hartenlena erschienen ist. Der, der die Hartenlena bekommt, erhält „‘n Stick“ (Zündholz). Soviele Sticks man hat, soviele Anteile zur Runde muss man bezahlen; wer keinen erhält, ist frei. Das Spiel ist beendet, sobald die erforderliche Anzahl Sticks ausgegeben sind. „Bei etwas großzügigerer Handhabung des Spiels zahlt auch die ganze Runde.“