Hartmut Harnisch (* 1. Januar 1934 in Bernburg) ist ein deutscher Archivar und Historiker.
Das Studium der Geschichte, Geographie und Archivwissenschaft an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und der Humboldt-Universität zu Berlin schloss Harnisch als Diplom-Geograph und Diplom-Archivar ab. Von 1959 bis 1973 war er als Archivar am Landeshauptarchiv/Staatsarchiv Potsdam tätig. Die Promotion erfolgte 1964 mit einer Arbeit zum Thema Die Herrschaft Boitzenburg. Untersuchungen über die Herausbildung von Gutswirtschaft und Gutsherrschaft vom 14.–18. Jahrhundert und die betriebswirtschaftliche Struktur ländlicher Gebiete der Mark Brandenburg im Spätfeudalismus; Gutachter waren Gerhard Heitz und Rudolf Berthold. 1973 wechselte er als wissenschaftlicher Arbeitsleiter an das Institut für Wirtschaftsgeschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR. Er habilitierte (Promotion B) sich im Dezember 1978 an der Wilhelm-Pieck-Universität Rostock mit der Arbeit Kapitalistische Agrarreform und industrielle Revolution. Agrarhistorische Untersuchungen über die Zusammenhänge zwischen den kapitalistischen Agrarreformen und der Herausbildung des inneren Marktes als Voraussetzung für die Industrielle Revolution; Gutachter waren erneut Heitz und Berthold, sowie Volker Klemm. Am 1. Dezember 1991 erhielt er die Berufung an den Lehrstuhl für die Geschichte Preußens an der Humboldt-Universität, wo er am 16. Juni 1992 seine Antrittsvorlesung als ordentlicher Professor an der Philosophischen Fakultät I hielt. Zwei Jahre vor Erreichen des Rentenalters trat Harnisch mit 63 Jahren im März 1997 in den Ruhestand.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Harnisch, Hartmut |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Archivar und Historiker |
| GEBURTSDATUM | 1. Januar 1934 |
| GEBURTSORT | Bernburg |