Hartmut Kugler (* 3. März 1944 in Heilbronn) ist ein deutscher Philologe. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Literatur des europäischen Mittelalters.
Nach dem Abitur in Groß-Umstadt studierte Kugler von 1963 bis 1969 die Fächer Germanistik, Romanistik und Philosophie in Marburg, Hamburg und Göttingen. Nach der Promotion war er von 1970 bis 1973 Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Göttingen und von 1974 bis 1983 Assistent an der TU Berlin (Habilitation 1981).
Nach Professurvertretungen in Mannheim und Düsseldorf (1984–1987) wurde er 1987 auf eine Professur für Germanistische Mediävistik an der Universität Kassel berufen. 1993 wechselte er auf den Lehrstuhl an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Dort war er Sprecher des Graduiertenkollegs „Kulturtransfer im europäischen Mittelalter“.
Gastprofessuren führten ihn nach Riga (1993) und Budapest (1997), Paris (2002) und Zürich (2004).
Von 1997 bis 2001 war Hartmut Kugler Vorsitzender des Deutschen Germanistenverbandes.
Seine Forschungsschwerpunkte (ca. 150 wissenschaftliche Veröffentlichungen) liegen im Bereich der Literatur des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit (Meistergesang, Literatur und Stadtkultur), der Text-Bild-Beziehungen, der Chronistik sowie des Verhältnisses von Dichtung und Geographie (Imago mundi-Literatur, Kartographie). Daneben hat er einige Zeitungsartikel zur Hochschulpolitik publiziert.
Seine zweibändige Neuausgabe der Ebstorfer Weltkarte wurde zur Grundlage der Digitalen Version der Karte an der Universität Lüneburg.
Monographien
Texteditionen
Herausgeberschaften
Aufsätze (in Auswahl)
Festschriften für Hartmut Kugler
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kugler, Hartmut |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Philologe |
| GEBURTSDATUM | 3. März 1944 |
| GEBURTSORT | Heilbronn |