Hartpost ist die Bezeichnung für eine Papiersorte, die vor allem zur Beschriftung durch Schreibmaschinen und anfangs auch Schreibfedern entwickelt wurde, insbesondere für „[...] repräsentative Geschäftsdrucksachen“. Sie wurde auch in verschiedenen Farbnuancierungen hergestellt. Die Papiersorte zeichnet sich durch eine gute Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Verletzungen beim Beschreiben oder Radieren aus, hatte aber auch durch die „[...] Eleganz ihrer Erscheinung“ Eingang in beinahe alle Kreise der Wirtschaft gefunden.
Herstellung
Hartpost-Papier wird „klanghart“ und in der Regel unter Hinzufügung von Strohzellstoff produziert. Die Papiersorte ist mit und ohne Wasserzeichen verschiedener Hersteller bekannt.
Bekannte Sorten und Hersteller (Auswahl)
Edel-Hartpost Reflex, Wasserzeichenpapier des 1885 in Hannover gegründeten Papierherstellers und -großhändlers J. C. Kayser & Giesecke
Neusiedler Hartpost, ein holzfreies, hochgebleicht matt weißes Naturpapier ohne Wasserzeichen. Eine Papiersorte der in Wien angesiedelten österreichischen Neusiedler AG.
↑Bankpostpapier. In: Handbuch der Papier- und Pappenfabrikation (Papierlexikon). 2. Aufl. Band 1, A–K, Sändig, Niederwalluf 1971, S.119.
↑Naturpapiere (PDF-Dokument) auf der Seite deutsche-papier.de, zuletzt abgerufen am 22. Dezember 2016
↑R. M. Whiteside, A. Wilson, S. Blackburn, S. E. Hörnig, C. P. Wilson: Neusiedler Aktiengesellschaft (in englischer Sprache), in: Major Companies of Europe 1993/94, Volume 3: Major Companies of Western Europe Outside the European Community, Dordrecht: Springer Netherlands, 1993, ISBN 978-94-011-1442-4, p. 31; online with Google-Books