Hasso Preiß bzw. Preis (eigentlich Hasso Aribert Prietzel; * 31. März 1902 in Potsdam; † 15. Mai 1983 in München) war ein deutscher Filmschaffender (Filmproduzent, Drehbuchautor, Filmregisseur, Filmschauspieler).
Preiß war ein unehelicher Sohn des Rittmeisters Hasso von Hennigs und der Verkäuferin Maria Prietzel. Nach dem Besuch eines Gymnasiums gründete er 1921 in Berlin eine eigene kleine Filmproduktionsfirma, die Prietzel-Film GmbH, mit sich selbst und Carl Gottlieb Brunner als Geschäftsführer. 1928 ist er, nunmehr unter dem neuen Namen Hasso Preiß (auch Preis, seltener Preiss), erstmals (mit einem Drehbuchbeitrag als Juniorpartner der erfahreneren Kollegin Marie Luise Droop) bei einem Kinospielfilm nachweisbar. Mit Beginn des Dritten Reichs arbeitete Preiß regelmäßig als Regisseur und wurde vor allem für Kurzfilme eingesetzt. Zweimal, bei den von Robert Neppach produzierten Unterhaltungsfilmen Glück im Schloß und Die Liebe und die erste Eisenbahn, inszenierte Preiß auch abendfüllende Geschichten.
Zwischendurch etliche Jahre filmabstinent, nahm der nach 1945 in München ansässige Preiß in fortgeschrittenem Alter einen erneuten Berufswechsel innerhalb der Filmbranche vor und trat fortan mit kleinen Rollen vor die Kamera. In den 1970er Jahren hatte er in einer Fülle von im Großraum München entstandenen Softsexfilmchen bisweilen mit Miniparts lüstern-trotteliger Typen für die komische Note zu sorgen.
Hasso Preiß, zeitlebens unverheiratet, starb 1983 in der Medizinischen Klinik der Universität München.
als Regisseur
als Schauspieler
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Preiß, Hasso |
| ALTERNATIVNAMEN | Preis, Hasso; Preiss, Hasso; Prietzel, Hasso Aribert (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Filmschaffender |
| GEBURTSDATUM | 31. März 1902 |
| GEBURTSORT | Potsdam, Provinz Brandenburg, Königreich Preußen, Deutsches Reich |
| STERBEDATUM | 15. Mai 1983 |
| STERBEORT | München, Bayern, Bundesrepublik Deutschland |