Comminges war ab dem 10. Jahrhundert die wichtigste Familie der französischen Pyrenäen.
Das Haus Comminges besaß unter anderem die Grafschaften Comminges, Couserans, Carcassonne, Razès, Foix, Bigorre, sowie die Vizegrafschaften Béziers, Agde und Béarn. Der Besitz war zumeist auf mehrere Linien verteilt.
Die ältere Linie mit Carcassonne, Béziers und Agde starb 1067 mit dem Tod des Grafen Ramón Roger II. aus. Die mittlere Linie mit Foix und Béarn erlosch Anfang des 15. Jahrhunderts mit dem Tod der Gräfin Isabelle. Die jüngste Linie schließlich, die der Grafen von Comminges erlosch 1443 in ihrem Hauptstamm mit dem Tod der Gräfin Marguerite.
Der letzte Angehörige dieser jüngsten Linie und damit der Familie überhaupt war Roger II. de Comminges, Baron und 1613 Comte de Péguilhan, Vicomte de Montfaucon, der 1635 bezeugt ist.