Balzac (oder Balsac, auch Balzac d’Entragues) war eine Familie des französischen Adels, die zur Zeit der letzten Valois-Könige am königlichen Hof von großem Einfluss war, ihren Höhepunkt jedoch erst mit Catherine Henriette de Balzac d’Entragues (1579–1633) erreichte, die 1599 die Mätresse des ersten Bourbonen-Königs Heinrich IV. wurde.
Die Familie tritt erstmals Mitte des 14. Jahrhunderts auf. Ihre Herkunft ist unklar; gleichnamige Orte gibt es mit Balzac (Charente) und Balzac, einem Teil von Birieux (Ain). Ihr erster und ebenfalls namengebender Besitz war Entraigues (Puy-de-Dôme) bei Clermont-Ferrand. Auch die Ehefrauen der ersten bekannten Balzacs stammen aus dieser Gegend.
Der Aufstieg begann mit Ehen, die mit den Familien der hohen Beamten am Pariser Hof geschlossen wurden: Chabannes, Joyeuse, Malet, und durch das Erbe des Louis Malet de Graville kam Reichtum hinzu: Montaigu-la-Brisette, Le Bois-Malesherbes und vor allem in der Nähe von Paris gelegene Marcoussis. Die Nähe zum Monarchen nutzte die Familie im höfischen Leben aus, nicht im Militär und nicht in der Politik, sondern vor allem in dessen Privatleben. So sind die bekanntesten Mitglieder der Familie Balzac d’Entragues dann auch:
Nicht zur Familie gehört der Schriftsteller Honoré de Balzac, der dennoch ihr Wappen benutzte: Balzacs Vater führte bis 1780 den Familiennamen Balssa, der Adelstitel de war eine Verzierung, die der Autor sich selbst verlieh.