Bigod war eine Familie des anglonormannischen Adels, die mit der normannischen Eroberung nach England kam. Ihr Stammvater ist wohl Robert le Bigot, der nicht aus dem hohen normannischen Adel stammte, aber dennoch am Hof von Herzog Wilhelm II. von Normandie, dem späteren Eroberer Englands eine wesentliche Rolle spielte. Robert und sein vermutlicher Sohn Roger nahmen wohl an der Schlacht von Hastings teil und wurden – wie so viele andere normannische Adlige auch – anschließend mit umfangreichen Ländereien vor allem in East Anglia belohnt. Das Domesday Book listet für Roger 6 Lordschaften in Essex, 117 in Suffolk und 187 in Norfolk auf.
Roger wird manchmal als Earl of Norfolk bezeichnet, es ist jedoch unsicher, ob er diesen Titel jemals verliehen bekam. Das erste Familienmitglied, das diesen Titel sicher führte, was sein Sohn Hugh Bigod († 1177). Bis zum 5. Earl, Roger Bigod, wurde er in der Familie gehalten, dieser gab die Grafschaft 1302 an den König zurück, obwohl er einen Bruder und zwei Neffen hatte.
Spätere Nachkommen
Ein Nachkomme des Bruders des letzten Earls war Francis Bigod, der unter Heinrich VIII. im Zusammenhang mit der Pilgrimage of Grace 1537 hingerichtet wurde.