


Chalençon ist eine Familie des französischen Adels aus dem Velay mit Stammhaus in Saint-André-de-Chalencon (Haute-Loire). Eine Linie der Familie bildet seit 1349 das jüngere, fürstliche Haus Polignac, das zu den bedeutendsten Familien des französischen Adels zählt. Einem jüngeren Seitenzweig der Polignac entstammen die gegenwärtigen Fürsten von Monaco.
Personen mit dem Namen „de Chalençon“ sind erstmals um 11. Jahrhundert bezeugt, ein zusammenhängender Familienstammbaum ergibt sich ab Ende des 12. Jahrhunderts.
Die ältere Linie der Familie nahm 1349 anlässlich der Hochzeit von Baron Guillaume de Chalençon und Vicomtesse Valpurge de Polignac aus dem älteren Haus Polignac, die die Vizegrafschaft Polignac in den Besitz der Chalençon einbrachte, den Namen de Chalençon de Polignac an.
Die Familie erhielt 1780 den Titel eines Herzogs von Polignac, der als Erstgeburtstitel vererbt wird, während die jüngeren Söhne Grafen sind. Ferner wurde dem Herzog Auguste 1822 der päpstliche Titel Princeps Romanus und 1838 der königlich bayerische Fürstenstand verliehen, weshalb seine jüngeren Nachfahren den Titel Prinz bzw. Prinzessin führen. Eine der jüngeren gräflichen Linien erhielt den Erstgeburtstitel Marquis de Polignac.
Eine jüngere Linie erbte 1949 das Fürstentum Monaco: Fürst Rainier III. war der Sohn von Pierre de Polignac (1895–1964), der anlässlich seiner Hochzeit mit der Erbprinzessin Charlotte von Monaco den Namen Grimaldi (Name der monegassischen Fürstendynastie) angenommen hatte.
Neben der Familie der Vicomtes de Polignac existierte eine Familie Poulignac, die aus dem Angoumois stammte und 1585 ihren Namen in Polignac änderte. Ihr Versuch, als Verwandtschaft der Polignac aus dem Velay anerkannt zu werden, wurden von den Polignac zurückgewiesen. Dennoch führte die Familie Poulignac etwa ab Beginn des 18. Jahrhunderts den Titel eines Grafen von Polignac. Sie starb 1855 aus.





