| Film | |
| Titel | Haytarma |
|---|---|
| Produktionsland | Ukraine |
| Originalsprache | Russisch, Krimtatarisch |
| Erscheinungsjahr | 2013 |
| Länge | 90 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Telekanal ATR |
| Stab | |
| Regie | Achtem Seitablajew |
| Drehbuch | Mykola Rybalka |
| Produktion | Lenur Isljamow, Iwanna Djadjura |
| Musik | Dschemil Karikow, Serhij Kruzenko |
| Besetzung | |
| Achtem Seitablajew, Oleksij Horbunow, Andrij Mostrenko, Usnije Chalilowa, Andrij Saminin | |
Haytarma (krimtatarisch: Qaytarma, wörtlich „Rückkehr, Heimkehr“, ukrainisch Хайтарма) ist ein ukrainisches filmisches Historiendrama aus dem Jahr 2013. Er porträtiert den krimtatarischen Jagdflieger und Helden der Sowjetunion, Amet-Chan Sultan, vor dem Hintergrund der Deportation der Krimtataren im Jahr 1944. Haytarma bedeutet „Rückkehr“ und ist gleichzeitig der Name des beliebtesten krimtatarischen Nationaltanzes.
Die Dreharbeiten zum Film begannen im Oktober 2012 auf der Krim. Das anfängliche Budget betrug 2,5 Millionen US-Dollar. Die Mittel stammten von Lenur İslâm, dem Eigentümer des ukrainischen Fernsehsenders ATR. Ein Großteil der Ausgaben floss in Bühnenbild und das Kostümdesign. Ein Preview des Films wurde im März 2013 veröffentlicht. Die Premiere war für den 18. Mai 2013, den 69. Jahrestag der Deportationen, geplant; eingeladen waren Amet-Khans Enkelin Veronika, Piloten der sowjetischen Luftstreitkräfte, russische Generäle und Botschafter ausländischer Staaten.
Die Kyiv Post gab eine positive Kritik ab und bezeichnete Haytarma als „ein Muss für Geschichtsbegeisterte“. In Simferopol schätzte das Kosmos-Kino, dass in der ersten Woche sechstausend Menschen den Film gesehen hatten, bis zum 4. Juni waren es täglich tausend. Das Kino hatte zunächst nur zwei Vorführungen pro Tag angeboten, verdoppelte diese aber aufgrund der unerwartet hohen Nachfrage. Im Oktober 2013 wurde der Film auf dem Internationalen Filmfestival in Antalya gezeigt. Er war einer von drei Filmen, die es auf die Shortlist des ukrainischen Oscar-Auswahlkomitees für die Nominierung in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ bei der 86. Oscar Verleihung schafften.
Der russische Konsul in Simferopol, Wladimir Andrejew, sorgte mit Äußerungen, der Film verzerre die Wahrheit, indem er die angebliche Kollaboration der Krimtataren während der deutschen Besatzung der Ukraine verschweige, für Kontroversen. Er riet mehreren zur Premiere eingeladenen russischen Generälen von der Teilnahme ab und erklärte, die Krimtataren verdienten die Deportation, was einen Sturm der Entrüstung auslöste. Später gab er zu, den Film "nicht gesehen zu haben", aber "zu wissen, dass er auf Geschichtsfälschung basiere, da er von Krimtataren produziert wurde". Am 23. Mai 2013 protestierten rund 300 Menschen vor dem Konsulat und forderten Andrejews Ausweisung als unerwünschte Person. Das ukrainische Außenministerium bezeichnete Andrejews Äußerungen als unangemessen. Andrejew hielt zunächst an seinen tatarophoben Aussagen fest und weigerte sich, sie zurückzunehmen. Am folgenden Tag bezeichnete auch das russische Außenministerium Andrejews Worte als unangemessen und falsch. Schließlich trat er verärgert zurück, dass die russische Regierung seine Äußerungen nicht unterstützt hatte.