Hedwig Bolliger

Hedwig Bolliger (1913–2011)

Hedwig Bolliger (* 18. Februar 1913 in Cham; † 22. April 2011 in Hünenberg) war eine Schweizer Lehrerin, Übersetzerin, Lyrikerin und Jugendschriftstellerin.

Leben

Hedwig Bolliger wurde im Lehrerinnenseminar im Institut Heiligkreuz in Cham zur Lehrerin ausgebildet. 1933 unterrichtete sie als Lehrerin an der Heimschule des Kindersanatoriums Pro Juventute in Davos. 1943 wechselte sie an die Unterschule Trachslau bei Einsiedeln. Gleichzeitig arbeitete sie beim Radio Beromünster in Kinder- und Frauenstunden. Von 1954 bis 1977 gab sie an der Unterschule Matten in der Gemeinde Hünenberg als beliebte Lehrerin Unterricht.

Sie war Vorstandsmitglied des Innerschweizer Schriftstellervereins und Mitglied der Jugendschriftenkommission des Katholischen Lehrervereins der Schweiz. 1960 gab sie ein Lesebuch für die zweite Primarklasse heraus. In ihren Jugendbüchern sind einfache Landkinder die zentralen Figuren. «Erzählen bedeutet für Hedwig Bolliger erziehen.» Die Texte „sind durchsetzt, gewürzt mit einem ganz köstlichen, liebevollen Humor“. Sie schrieb zahlreiche Jugend- und Kinderbücher, SJW-Hefte, Schulbühnenspiele, Hörspiele, Jugendschriften und Erzählungen. Sie war auch die Autorin des Zunftmärchens der Eiche-Zunft Hünenberg, De Eichefrässer, das jedes Jahr vom ausgewählten Zunftpaar den Kindern in den Kindergärten erzählt wird.

Hedwig Bolliger verbrachte ihre letzte Lebenszeit im «Lindenpark» und hinterliess der Gemeinde Hünenberg, deren Ehrenbürgerin sie seit 1976 war, Geld für soziale Zwecke.

Auszeichnungen

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Am 22. April musste auch von der Hünenberger Jugendschriftstellerin, Lehrerin und Ehrenbürgerin Hedwig Bolliger für immer Abschied genommen werden. Gemeinde Hünenberg, abgerufen am 21. August 2026.
  2. ↑ Dino Larese (Hrsg.): Schweizer Jugendschriftsteller der Gegenwart. Zollikofer, St. Gallen 1963, S. 13.
  3. ↑ Annemarie Setz-Frey: Hedwig Bolliger. Gedenkschrift der Jugendschriftenkommission des Kantons Zug zur Eröffnungsfeier der Jugendbuchausstellung vom 16. November 1968. Zug 1968, S. 9.
  4. ↑ Die Jugendschriftstellerin Hedwig Bolliger ist verstorben. In: Neue Luzerner Zeitung. 26. April 2011.
  5. ↑ Kennen ist nicht gleich kennen. In: Luzerner Zeitung. 25. Januar 2017.
  6. ↑ Ergebnis des Jugendschriftenwettbewerbes. In: Neue Zürcher Nachrichten. Band 46, Nr. 167, 20. Juli 1950 (e-newspaperarchives.ch).
  7. ↑ Zug ehrt die Jugendschriftstellerin Hedwig Bolliger. In: Neue Zürcher Nachrichten. Band 64, Nr. 269, 19. November 1968 (e-newspaperarchives.ch).
  8. ↑ Lehrerin Hedwig Bolliger (18.2.1913–22.4.2011). In: zg.ch. Bürgergemeinde Hünenberg, abgerufen am 21. August 2026.
Personendaten
NAME Bolliger, Hedwig
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Schriftstellerin
GEBURTSDATUM 18. Februar 1913
GEBURTSORT Cham ZG
STERBEDATUM 22. April 2011
STERBEORT Hünenberg ZG