
Heiko Plank (* 1964 in Kaiserslautern) ist ein Komponist, Improvisationsmusiker, Klangkünstler und Instrumentalist aus Deutschland sowie der Erfinder des elektro-akustischen Musikinstruments „plank“. Er lebt in Heidelberg.

Heiko Plank lernte ab 15 Jahren Gitarre. Schon als Schüler trat er regelmäßig solo und mit verschiedenen Formationen in Kaiserslautern auf. Auf Wunsch seiner Eltern absolvierte er eine handwerkliche Lehre und gleichzeitig ein berufsbegleitendes Studium für Orchesterleitung an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Trossingen. Nach dem Musikstudium (Wolfgang Lendle, Saarbrücken) trat Plank zunächst als Solist und in verschiedenen Duo-Formationen (Hexachord, HP2) in der Region um Kaiserslautern auf.
1995 begleitete er die AZet Dance Company des Choreographen Anselmo Zolla auf eine bundesweite Tournee. 1997 gründete er mit Frank Claus das Tonstudio und Label „Acoustic Arts / AL-Tonstudios“. Mit dem Schlagzeuger Roland Weimer verband Plank von 2000 bis 2010 die Duo-Kooperation Roter Stein. Von 1993 bis zu seiner Übersiedlung in den Odenwald 2014 führte er regelmäßig neue Kompositionen für das Festival „Lange Nacht der Kultur Kaiserslautern“ auf. Im Auftrag der Stadt Kaiserslautern gestaltete er 2006 und 2007 die „Gitarren Dialoge“ mit Wolfgang Lendle und David Qualey.
Parallel zu seiner künstlerischen Arbeit setzt sich Plank mit der Weiterentwicklung des Instruments Gitarre auseinander. 1995 erfand und vermarktete er den „Plankschen Gitarrenständer“. 1999 wurde er Endorser für die Gitarren von Yamaha. 2006 entwickelte er ein neues, ergonomisch geformtes, achtsaitiges elektro-akustisches Zupfinstrument, das er plank nannte, unter Markenschutz stellen ließ und zur Patentierung anmeldete. Es produziert einen voluminösen Klang ähnlich dem einer akustischen Gitarre, hat jedoch einen höheren Ambitus sowohl in die Tiefe als auch in die Höhe. Dies ermöglicht eine Verbindung instrumentaler Virtuosität mit Live-Elektronik, die er im Forschungsprojekt mp3-Konzertarchiv mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz Kaiserslautern für ein Konzert in der Fruchthalle Kaiserslautern erstmals anwendete. Sein Werk Palingenesis für plank solo und live-elektronische Klangbearbeitung präsentierte Plank erstmals auf Einladung von Llorenc Barber 2006 im Círculo de Bellas Artes in Madrid.
2007 wurde die plank erstmals in Deutschlandradio Kultur vorgestellt, sowie 2008 auf der Messe „My Music“ in Friedrichshafen. Ebenfalls 2008 wurde Heiko Plank als Zupfinstrumentenmacher in der Handwerkskammer der Pfalz eingetragen. 2014 wurde die plank im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern präsentiert und für den Hauptpreis „Kunsthandwerk“ des Bezirksverbands Pfalz nominiert. 2015 präsentierte Plank sein Instrument auf der Messe „Make Rhein-Main. Bended Realities“ in Offenbach. Bis 2026 wurden aktuelle Modelle der plank regelmäßig auf den internationalen Musikmessen Guitar Summit in Mannheim und "Akustika" in Nürnberg präsentiert. 2023 entwickelten Plank und Tobias Scheller eine neue Gitarrenmechanik für das Instrument plank, die auch im Gitarrenbau Anwendung findet, – eine Crossover-Welle für geschlossene Kopfplatten für Nylon- und Stahlsaiten namens „P-Welle“.

Im Auftrag der Kulturstiftung des Bundes und der Villa Musica Rheinland-Pfalz vollendete Plank 2009 sein 2006 begonnenes Werk Blautopf, eine virtuelle Klangreise durch ein Tropfsteinhöhlensystem entlang des Flusses Blau, live dargeboten auf der plank mit Digital Audio Work Station. Es folgten zahlreiche Aufführungen in Süddeutschland (Kunst.Raum34 Stuttgart 2006, Stadthaus Ulm 2007, Darmstädter Gitarrentage 2008, Frühjahrstagung des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung in Darmstadt 2011) und erste Einladungen für Solo-Performances nach Spanien (Festival „Nits d’aielo i art 2007“ in Aiello de Malferit), Wien (3raum-anatomietheater 2009) und Italien (Ancona, Festival Adriatico Mediterraneo).
Gemeinsam mit den Komponisten Dieter Schnebel und Dieter Torkewitz gestaltete Plank mit seiner Komposition Blautopf die ersten „Electronic Concerts“ im ZKM / Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe und in der Fruchthalle Kaiserslautern 2009.
In seiner Heimatregion trat Heiko Plank 2014 mit Nils Petter Molvær beim Festival „Palatia Jazz“, mit Claus Boesser-Ferrari beim Jetztmusik Festival in der Alten Feuerwache Mannheim, 2021 mit Johannes Tonio Kreusch, 2016 mit Don Ross im Kulturzentrum „Das Haus“ in Ludwigshafen, 2017 mit Antonia Jiménez und Giovanni Seneca in der Fruchthalle Kaiserslautern oder 2019 mit Ralf Gauck auf der I’m Sound Stage der Guitar Summit Mannheim auf.
Für den italienischen Popsänger Roberto Tardito vertonte Heiko Plank 2010 dessen Titel Laika. Daraufhin wurde er zu einer Konzertreise nach Italien eingeladen. Im Jahr 2012 folge eine erste Tournee durch Italien mit Stationen in Ancona beim Festival Adriatico Mediterraneo, Tresivio, Belforte del Chienti und bei den Festivals Arcevia Jazz Feast und Paesaggi Acustici in Garrufo bei Sant’Omero. Mit Edoardo Bignozzi und Tommi Caggiani gastierte er beim internationalen Gitarrenfestival in Bracciano, Italien, und 2021 beim Festival Ni CaJazz! in Alcandre, Spanien.
Zunehmende internationale Bekanntheit erlangte Heiko Plank mit seinem Werk Drifting Waves, einer improvisativen Infinitiv-Modulation (CD 2015). Außer zu Konzerten und Solo-Performances (2015 Festival Intramurs in Valencia,) 2016 Associazione Operatori Culturali Flaminia 58 (AOC F58) in Rom, 2017 Festival Europäische Kirchenmusik in Schwäbisch Gmünd und International Guitar Festival Granada und Centro José Guerrero in Granada wurde Heiko Plank dazu eingeladen, internationale Meisterkurse zu geben. 2016 wurde Heiko Plank als „einer der außergewöhnlichsten Gitarristen der Welt“ von Sandor Szabo zu einer Konzertreise und einem Meisterkurs für Gitarristen nach Vác (Ungarn) und Satu Mare (Rumänien) eingeladen. 2017 folgte eine Einladung der Staatlichen Universität Wjatka zu Konzert und Meisterkurs "Kreativität" nach Kirow (Russland). 2018 wurde Heiko Plank von Konarak Reddy zum Festival Global Guitar Gita nach Bangalore, Indien, eingeladen, um ein Konzert und einen Meisterkurs für Gitarristen zu geben und nach Korea führte Heiko Plank 2026 die Einladung zu Konzert und Gastdozentur im Fach "Kreativität" der Sadt Jinju.

Seit 2016 bringt Heiko Plank seine Musik improvisativ in Kooperationen mit Poetinnen und Poeten ein, sodass „Konzert-Lesungen“ entstehen, 2016 mit der Poetin Mónica Francés und dem Jazzpianisten Jesús Hernández in Monachil in Spanien und bei den Heidelberger Literaturtagen, 2019 mit Ralph Dutli in der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe / Museum für Literatur und seit 2021 mit Urs Heftrich z. B. in artes liberales – Universitas in Heidelberg oder AKUSO Regensburg.

Mit dem Flamenco-Jazzpianisten Jesús Hernandez aus Granada gründete Heiko Plank 2016 das Duo „Jesus & plank“, das Jazz mit Kontrapunktik, Flamenco-Improvisationen und experimenteller zeitgenössischer Musik verbindet. „Jesús & plank“ gastierten auf Einladung von Vicente Covez am 19. Juli 2024 beim VIII. International Granada Guitar Festival Antonio Marín. 2025 erschien ihre CD Duende mit einem Live-Mitschnitt ihres Konzerts im Jazzhaus Heidelberg.
zur Person
zum Instrument plank
zu den CDs - Alben
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Plank, Heiko |
| KURZBESCHREIBUNG | Komponist, Improvisationsmusiker und Instrumentalist, Erfinder des elektro-akustischen Musikinstruments „plank“ |
| GEBURTSDATUM | 1964 |
| GEBURTSORT | Kaiserslautern |