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Heilbutt (Hippoglossus hippoglossus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Hippoglossus hippoglossus | ||||||||||||
| (Linnaeus, 1758) |
Der Heilbutt (Hippoglossus hippoglossus) oder Weißer Heilbutt kommt im Nordatlantik vor und ist mit bis zu 300 cm Körperlänge und bis zu 400 kg Gewicht die größte Art der Plattfische. Ein Heilbutt kann bis zu 50 Jahre alt werden. Trotz seines Namens zählt diese Gattung nicht zu der Familie der Butte, sondern zu den Schollen.
Die Schwesterart im Nordpazifik ist der Pazifische Heilbutt (Hippoglossus stenolepis). Im Nordatlantik wird ein nicht näher verwandter, aber ebenfalls recht groß werdender rechtsäugiger Plattfisch irreführend als Schwarzer Heilbutt (Reinhardtius hippoglossoides) bezeichnet. Alle drei Heilbuttarten sind Speisefische.
„Alaska-Heilbutt“ ist jedoch lediglich eine Handelsbezeichnung für die Schollenart Atheresthes stomias, zum Thema Handelsbezeichnung bei Fischen siehe auch Alaska-Seelachs.
Heilbutte haben typischerweise beide Augen auf der rechten Kopfseite, sind also rechtsäugige Plattfische. Sie haben gefleckte Oberseiten und grauweiße Unterseiten; von anderen Plattfischen kann man sie durch ihren dreieckigen, schwach ausgerandeten Schwanz und durch ihre ungewöhnliche Größe unterscheiden. Die Weibchen dieser Art sind meist größer als ihre männlichen Artgenossen und haben eine längere Lebenserwartung.
Wie alle Plattfische leben Heilbutte auf dem Meeresboden bis in Wassertiefen von 1500 Metern, zeitweilig aber auch pelagisch. Die Tiere fressen Krebse, Fische und Tintenfische.
Die Laichzeit ist in der Nordsee von Februar bis Mai, bei Island von Juni bis August, im Atlantik im Winter. Das Weibchen legt bis zu 2 Millionen Eier ab, die Jungfische schlüpfen 9 bis 16 Tage nach dem Ablaichen. Die Geschlechtsreife erreichen die Tiere erst im Alter von 10 bis 14 Jahren.
Die Beurteilung der Weltnaturschutzunion IUCN aus dem Jahre 1996 in der Roten Liste gefährdeter Arten stufte den atlantischen Heilbutt als stark gefährdet (Endangered) ein. Nach einer erneuten Bewertung im Jahr 2021 wird der atlantische Heilbutt nur noch als potentiell gefährdet (Near Threatened) eingestuft, es wird jedoch auf stetig sinkende Bestände durch Überfischung hingewiesen. Der Heilbutt wird, insbesondere aufgrund seines langsamen Lebenszyklus und der damit einhergehenden schlechten Erholung nach Überfischung (besonders zu beobachten an der Ostküste Nordamerikas, wo die Bestände unter starker Überfischung eingebrochen sind), sowie seiner wichtigen Rolle als großer Raubfisch, auf der "Greenpeace Red List Fish" geführt, die 22 marine Tierarten führt, auf deren Verzehr aus Umweltgründen dringend verzichtet werden sollte. In Norwegen gilt der Heilbutt (Stand 2015) als nicht gefährdet, unterliegt aber Fangbeschränkungen.