Heiner Koechlin

Heinrich Eduard „Heiner“ Koechlin (* 21. Januar 1918 in Basel; † 7. Mai 1996 ebenda) war ein Schweizer Anarchist.

Leben

Koechlin wuchs als zweites von drei Kindern einer Arztfamilie in Kleinhüningen auf. Seine Eltern waren beide Sozialdemokraten, so dass er in der Schule als „roter Aussenseiter“ behandelt wurde. In seiner Jugend wurde Koechlin zu einem Sozialisten. Er war zwar auf der einen Seite Antimilitarist, entschied sich jedoch für den Militärdienst, da er die Schweiz gegen einen möglichen Angriff Deutschlands verteidigen wollte. Koechlin studierte an der Universität Basel Geschichte und wurde 1950 mit einer Arbeit über die Pariser Kommune zum Dr. phil. promoviert.

Um 1940 wurde Koechlin Mitglied einer schweizerisch-italienischen anarchistischen Gruppe in Basel. Danach war er in der „Arbeitsgemeinschaft Freiheitlicher Sozialisten“ tätig. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er Mitgründer dreier Wohngenossenschaften. Er schrieb einige Bücher über Anarchismus und war Mitarbeiter und Herausgeber einiger Zeitungen. Auch heute noch werden seine Werke von Anarchisten gelesen. Ausserdem war er Herausgeber der Zeitschrift Akratie und veröffentlichte Beiträge in Befreiung.

Er gründete 1951 am Spalenberg in Basel ein Antiquariat, das er bis zu seinem Lebensende betrieb. Es bestand bis Juni 2018.

Schriften

Literatur

Personendaten
NAME Koechlin, Heiner
ALTERNATIVNAMEN Koechlin, Heinrich Eduard
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Anarchist
GEBURTSDATUM 21. Januar 1918
GEBURTSORT Basel
STERBEDATUM 7. Mai 1996
STERBEORT Basel