Heinrich Drost (* 20. Juni 1898 in Birkenfeld; † 19. Januar 1956 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer.
Heinrich Drost studierte nach dem Schulbesuch in Jever und Oldenburg und dem Kriegsdienst von 1915 bis 1919 während des Ersten Weltkriegs Rechtswissenschaft und Philosophie an den Universitäten Heidelberg, Tübingen, Leipzig, Göttingen und Kiel. Ende 1921 legte er an der Universität Göttingen das erste juristische Staatsexamen ab und promovierte 1922 zum Dr. jur. mit einer Dissertation über "Das Verordnungsrecht des Deutschen Reiches". Anschließend war er Rechtsreferendar und absolvierte 1925 das zweite juristische Staatsexamen. 1926 schloss er sich der Freimaurerloge Zur Weltkugel an, der er bis 1933 angehörte. Ferner war er Mitglied der nationalliberalen Deutschen Volkspartei.
Bis 1927 war er als Rechtsassessor im Reichswirtschaftsministerium tätig und anschließend als Rechtsanwalt in Berlin. Im Jahre 1929 habilitierte er sich an der Universität Bonn; seine Lehrbefugnis umfasste die Gebiete des Straf- und Strafprozessrecht sowie die Rechtsphilosophie. 1931 bzw. 1932 kamen für den Extraordinarius die Gebiete Völkerrecht und Zivilprozeßrecht hinzu. Ab 1932 lehrte er als Professor an der Universität Münster. 1935 wurde er Ordinarius. Heinrich Drost stand dem Dritten Reich zunächst positiv gegenüber. Vor allem wegen seiner Zugehörigkeit zu einer Freimaurerloge (von 1925 bis 1933) wurde ihm die Mitgliedschaft in der NSDAP verweigert. Im Jahre 1937 wurde er aus seinem Lehramt vorzeitig entpflichtet. Seine Rehabilitierung bzw. Entnazifizierung nach dem Zweiten Weltkrieg zog sich lange hin, bis ihm dann doch noch die regulären Emeritusbezüge angewiesen wurden. Ab 1948 lehrte Drost dann noch als Honorarprofessor an den Universitäten Münster und Frankfurt/M.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Drost, Heinrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 20. Juni 1898 |
| GEBURTSORT | Birkenfeld |
| STERBEDATUM | 19. Januar 1956 |
| STERBEORT | Frankfurt am Main |