Kurtz (Glockengießerfamilie)

Die Familie Kurtz war eine Glockengießerfamilie aus Reutlingen und Stuttgart. Sie hat zahlreiche Glocken im süddeutschen Raum gegossen, von denen viele bis heute existieren.

Geschichte

Die Familie Kurz stammt aus einem alten Bauerngeschlecht.

Der erste Glockengießer der Familie war Michael Kurtz. Er gründete 1690 in Reutlingen eine Werkstatt für Glocken- und Rotguss. Alleine Wilhelm Kurtz und dessen Sohn Hans Kurtz gossen zusammen mit 50 Arbeitern im Rahmen des Wiederaufbaus zwischen 1947 und 1962 fast 3650 Glocken. Am 9. November 1962 wurde die letzte Glocke für die Stadtkirche St. Dionys in Esslingen am Neckar gegossen. Als letzter Glockengießer der Familie starb Hans Kurtz am 28. August 2003 in Bad Ischl.

Von 1690 bis 1920 wurden von acht Generationen Glockengießer der Familie Kurtz auch Feuerspritzen gefertigt.

Familie

Christian Adam Kurtz

Bekannte Glockengießer und Feuerspritzenhersteller der Familie waren:

Aus der Familie entstammt auch der Zinngießer Carl Wilhelm Kurtz.

Gießereien

Die Glockengießerei Kurtz (Heusteigstraße) mit dem Wohngebäude von 1875.

Glockengießerei und Spitzenfabrik Heinrich Kurtz

Die Glockengießerei von Heinrich Kurtz wurde in der Stuttgarter Heusteigstraße 41 Welt-Icon erbaut, nachdem er auf Anweisung der Stadt die erste Fabrik in der Marienstraße aufgeben musste. Die Gießerei existierte bis in die 1960er Jahre.

Die Aufträge, Bücher, Kundendienste, Wartungen, Mitarbeiter und Firmengeheimnisse wurden zum Teil durch Hans Gerd Rincker von der Glocken- und Kunstgießerei Rincker in Sinn übernommen.

Literatur

Commons: Kurtz (Glockengießerfamilie) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Armin Friedl: Viele Glocken schlagen für Stuttgart. Stuttgarter Zeitung, 12. Mai 2021, abgerufen am 9. Juni 2024.
  2. ↑ Historie - Heusteigviertel. In: stuttgart-sued.info. Abgerufen am 9. Juni 2024.
  3. ↑ Geschichte. Fa. Rincker, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 2. Dezember 2023; abgerufen am 10. Juni 2024.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.