Heinrich Philipp Cappe

Heinrich Philipp Cappe (* 1799; † 26. April 1862 in Dresden) war ein deutscher Numismatiker.

Leben

Heinrich Philipp Cappe wurde geboren als Sohn eines Geistlichen im südlichen Niedersachsen, wurde jedoch Kaufmann (Wollhändler) in Hannover, in Hildesheim, 1843 in Berlin und zuletzt in Dresden.

Er begann „in späteren Jahren“ 1833 mit Erwerbungen aus der Auktion Immanuel Christian Leberecht von Ampach sich für Münzen zu interessieren. Der Wunsch nach einschlägigen Corpora veranlasste ihn, obwohl numismatischer Autodidakt, ab 1846 in schneller Abfolge eine Reihe von Katalogen zu verfassen, die zum Teil bis in das 20. Jahrhundert als Referenzwerke benutzt wurden, obwohl schon in ihrer Zeit eine methodische Unzulänglichkeit beanstandet wurde, die zu zahlreichen Fehlzuweisungen und Fehldatierungen führte.

Im Jahr 1852 verkaufte er seine Sammlung von 870 Münzen islamischer Staaten, die er von Otto August Rühle von Lilienstern gekauft hatte.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Anmerkungen

  1. ↑ Bernhard von Koehne: [Nachruf Heinrich Philipp Cappe]. In: Berliner Blätter für Münz-, Siegel- und Wappenkunde. Bd. 1, 1863, S. 216–217.
  2. ↑ Tobias Mayer: Sylloge der Münzen des Kaukasus und Osteuropas im Orientalischen Münzkabinett Jena (= Orientalisches Münzkabinett Jena. 1). Mit Beiträgen von Stefan Heidemann und Gert Rispling. Harrassowitz, Wiesbaden 2005, ISBN 3-447-04893-X, S. XX, (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Personendaten
NAME Cappe, Heinrich Philipp
KURZBESCHREIBUNG deutscher Numismatiker
GEBURTSDATUM 18. Jahrhundert oder 19. Jahrhundert
STERBEDATUM 26. April 1862
STERBEORT Dresden