Heinrich Weissling

Heinrich Weissling (* 4. August 1923 in Keszőhidegkút, Königreich Ungarn; † 13. April 2017 in Waldheim) war ein deutscher Übersetzer aus dem Ungarischen sowie Lexikograf. Später war er auch Autor (ggf. Herausgeber) von Publikationen über seine Wahlheimat Waldheim.

Leben

Heinrich Weissling wurde 1923 als Sohn eines Landwirts in der ungarischen Gemeinde Keszőhidegkút geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums und der Handelsfachschule arbeitete er ab 1943 als kaufmännischer Angestellter in einem Stahlwerk in Budapest-Csepel und studierte nebenher Volkswirtschaft an der Universität Budapest. Dadurch wurde der Deutsche nicht zur Wehrmacht eingezogen. Von Januar 1945 bis August 1949 war er als Zivilist Kriegsgefangener der Sowjetunion. Er wurde in die „Sowjetisch besetzte Zone Deutschlands“ entlassen, da die Eltern in der Zwischenzeit hierher ausgesiedelt worden waren. Bis 1952 arbeitete er als Betriebsprüfer in der Finanzverwaltung Döbeln. Danach war er freiberuflich als literarischer Übersetzer und Lexikograf tätig. In rascher Folge übersetzte er zahlreiche Sachbücher und Romane, die oft umfangreich waren, wie zum Beispiel 1958 Péter Veres’ Die Liebe der Armen mit 880 Seiten, ins Deutsche. Als Lexikograf erstellte er mehrere ungarisch-deutsche Wörterbücher, die immer wieder neu aufgelegt wurden.

Ende der 1950er-Jahre und Anfang der 1960er-Jahre betreute er ungarische Jugendbrigaden auf verschiedenen Großbaustellen der DDR, wofür er mit der Ehrennadel der Erbauer des Gaskombinats „Schwarze Pumpe“ ausgezeichnet wurde. Außerdem erhielt er einige Übersetzerpreise.

Weissling lebte viele Jahrzehnte in Waldheim. Dort starb er am 13. April 2017.

Auszeichnungen

Übersetzungen (Auswahl; alphabetisch nach Autoren)

Anthologien (Auswahl)

Wörterbücher und Sprachführer

Wegen diverser Auflagen und Neuausgaben ohne weitere Angaben.

Publikationen über Waldheim

Einzelnachweise

  1. 1 2 Christel Foerster: Schriftsteller. Biographie und Bibliographie der Mitglieder und Kandidaten des Schriftstellerverbandes der DDR. Hrsg.: Rat des Bezirkes Leipzig, Stadt- und Bezirksbibliothek Leipzig, Schriftstellerverband der DDR, Bezirk Leipzig. Leipzig 1982, Heinrich Weissling, S. 71 f.