Heinz Finke

Heinz Finke (* 27. Januar 1915 in Haldensleben; † 28. November 2007 in Konstanz) war ein deutscher Fotograf und Fotojournalist.

Leben

Heinz Finke, dessen Vater im Ersten Weltkrieg fiel, wurde 1935 in den Reichsarbeitsdienst zwangsverpflichtet, später als „PK-Bildberichter“ für die Armeezeitung „Der Sieg“ in die Propaganda-Kompanie 625 der Wehrmacht. Dort lernte er unter anderem den Journalisten Hans Bayer kennen, der nach dem Krieg als „Thaddäus Troll“ bekannt wurde. Nach Kriegsende ließ er sich in Wertheim am Main nieder und gründete den „Wertheimer Pressedienst“. Er arbeitete unter anderem für den damaligen Herausgeber und späteren Bundespräsidenten Theodor Heuss. Als Inhaber einer der seltenen amerikanischen Presselizenzen war er für mehrere Tageszeitungen wie Fränkische Rundschau, Main-Post, Mannheimer Morgen und Hannoversche Allgemeine als Text- und Bildautor tätig.

Finke lebte seit 1951 in Konstanz und war für den unlängst von Berliner Ullstein-Leuten um den Verleger Johannes Weyl gegründeten Südkurier in Konstanz als Pressefotograf tätig. Er wurde als Bildreporter in den Nachkriegsjahren bekannt, vor allem mit seinen Bildreportagen, beispielsweise über Theodor Heuss, Albert Schweitzer, Willy Brandt und Konrad Adenauer.

Er engagierte sich zudem jahrzehntelang im Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge und war alljährlich mit Kollegen des Deutschen Journalisten-Verbandes für den Volksbund unterwegs, um Reportagen für den Volkstrauertag, zum Gedenken an die gefallenen Soldaten zu illustrieren.

Heinz Finke veröffentlichte mehr als 40 Bildbände und fotografierte dafür ausschließlich mit einer Leica. Er war zeitlebens ausschließlich zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.

Werke

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Tobias Engelsing: „Menschenfreund und Fotograf“. (PDF) DJV Blickpunkt. In: djv-bw.de. Februar 2005, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 8. Januar 2016. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  2. ↑ „Heinz Finke gestorben“, Südkurier, 4. Dezember 2007
  3. ↑ „Heinz Finke: Jahrzehntelange Friedensarbeit“ (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.), Volksbund, Ausgabe 3/2003, Seite 16
  4. ↑ kulturzeitschrift.ch: «Appenzeller Müsterchen» (Memento vom 16. September 2007 im Internet Archive)
Personendaten
NAME Finke, Heinz
KURZBESCHREIBUNG deutscher Fotograf
GEBURTSDATUM 27. Januar 1915
GEBURTSORT Haldensleben bei Magdeburg
STERBEDATUM 28. November 2007
STERBEORT Konstanz