Heinz Fleischer (* 28. März 1920 in Zwickau; † 25. Juni 1975 ebenda) war ein deutscher Maler, Grafiker und Textilgestalter. Er war für seine Holzschnitte und neue Techniken mit Holzschnitten bekannt.
Fleischer machte nach dem Schulbesuch in Zwickau eine Schlosserlehre und arbeitete danach als Bauschlosser. 1939 wurde er in Kiel zum Arbeitsdienst verpflichtet, 1940 zur Wehrmacht eingezogen. Er nahm am Zweiten Weltkrieg teil und erlitt 1944 an der Ostfront eine schwere Verletzung. 1945 geriet er in englische Kriegsgefangenschaft, in der er erste Zeichenversuche unternahm. Nachdem er 1946 nach Zwickau zurückgekommen war, heiratete er Ilse Burkhardt und begann er als Künstler selbständig zu arbeiten. Er blieb jedoch sein Leben lang Autodidakt. Außer Holzschnitt-Folgen, die sich an Frans Masereel orientierten, schuf Fleischer Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen und einige architekturbezogene Werke und seit 1953 zahlreiche Lithografien. Ab 1954 gestaltete er farbige textile Wandbehänge mit großformatigen Farb-Holzschnitten in einer von ihm selbst entwickelten Technik. Bevorzugte Bildthemen Fleischers waren Porträts, Zirkusszenen und religiöse Motive. 1954 verlor er durch ein Hochwasser sein gesamtes Frühwerk.
Fleischer war Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR und im Zwickauer Künstlerbund, dessen Vorsitz er zeitweilig innehatte.
Mit Wolfgang Berndt, Alfred Tröger, Karl-Heinz Schuster, Albert Schwarz, Erich Schulz und Carl Michel war er Mitglied der losen Zwickauer „Gruppe 1950“. Diese schrieb im Katalog ihrer Ausstellung 1950: „Deren Streben und Ziel ist es: an ihrem Platz ehrlich ihrer Berufung zu folgen und fortschrittlich zu wirken für die Beziehung zwischen Künstler und Gesellschaft.“
Fleischer starb nach langer Krankheit.
Siehe auch Bildindex der Kunst & Architektur
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fleischer, Heinz |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler, Grafiker und Textilgestalter |
| GEBURTSDATUM | 28. März 1920 |
| GEBURTSORT | Zwickau |
| STERBEDATUM | 25. Juni 1975 |
| STERBEORT | Zwickau |