Heleen Gerritsen

Heleen Gerritsen (* 1978 in Eindhoven) ist eine niederländische Filmschaffende. Sie war als Filmproduzentin, Drehbuchautorin und Festivalkuratorin tätig, bevor sie 2025 die künstlerische Leitung der Deutschen Kinemathek in Berlin übernahm.

Leben und Karriere

Heleen Gerritsen studierte in Amsterdam Slavistik, Osteuropäische Geschichte und Volkswirtschaft sowie Russische Philologie in Sankt Petersburg. Bereits während des Studiums arbeitete sie für internationale Festivals und Produktionsfirmen. 2009 gründete sie ihre eigene Filmproduktionsfirma Serious Directions. 2014 wurde sie als Filmproduzentin in dem Programm Berlinale Talents gefördert.

Von 2014 bis Ende 2016 leitete Gerritsen das dokumentART – European Documentary Film Festival in Neubrandenburg. Von Oktober 2017 bis April 2025 leitete Gerritsen goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden, das vom DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum veranstaltet wird. Unter ihrer Leitung profilierte sich das Festival als wichtiges deutsches Schaufenster für das Kino Mittel- und Osteuropas. Sie war auch an Kulturinstitutionen in den Niederlanden, in Deutschland und in Mittel- und Osteuropa tätig.

2024 beteiligte sie sich am Drehbuch von Heia, Heia, Safari, ein Filmprojekt von Radu Jude.

Seit dem 1. Juni 2025 ist sie Künstlerische Direktorin und gemeinsam mit dem Verwaltungsdirektor Florian Bolenius Mitglied des Vorstands der Stiftung Deutsche Kinemathek in Berlin. Zugleich leitet sie die Berlinale-Sektionen Retrospektive und Berlinale Classics. In ihre Amtszeit fällt zudem die Arbeit der Deutschen Kinemathek am temporären Standort im ehemaligen Berliner E-Werk sowie die Vorbereitung des geplanten künftigen Filmhauses.

Heleen Gerritsen war mehrfach auf Filmfesten Jurymitglied. Sie lebt in Berlin und spricht mehrere Fremdsprachen.

Filmografie (Auswahl)

Publikationen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Jenni Zylka: „Die wilden Filme finde ich sehr spannend“. In: Die Tageszeitung: taz. 19. Juni 2025, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 2. September 2026]).
  2. ↑ Ralf Krämer: „Lost in the 90s“-Retrospektive bei der Berlinale: Das Kino als Fundbüro. In: Der Freitag. ISSN 0945-2095 (freitag.de [abgerufen am 2. September 2026]).
  3. 1 2 3 4 Heleen Gerritsen. In: Berlinale. Abgerufen am 21. Dezember 2025.
  4. 1 2 BEAST IFF JURY 2024. Abgerufen am 21. Dezember 2025.
  5. ↑ Appio Digital s.r.o: Heleen Gerritsen | DOKweb. Abgerufen am 2. September 2026 (englisch).
  6. ↑ Berlinale Talents – Heleen Gerritsen. Abgerufen am 22. Dezember 2025 (englisch).
  7. 1 2 3 4 Neue Leitung der Kinemathek: Heleen Gerritsen verantwortet das deutsche Filmerbe. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 22. Dezember 2025]).
  8. ↑ Christopher Vourlias: Berlin Golden Bear Winner Radu Jude to Begin Shooting ‘A Case History’ (EXCLUSIVE). In: Variety. 10. Februar 2022, abgerufen am 21. Dezember 2025 (amerikanisches Englisch).
  9. ↑ Deutsche Kinemathek: Neue Künstlerische Direktion der Stiftung Deutsche Kinemathek | Deutsche Kinemathek. Abgerufen am 2. September 2026.
  10. ↑ Neueröffnung in Maschinenhalle am Potsdamer Platz: Die Kinemathek ist mit 130 Jahren Filmgeschichte zurück. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 28. August 2026]).
  11. ↑ Alexander Smoltczyk, Maurice Weiss: (S+) Archiv der Deutschen Kinemathek in Berlin: Hier liegt das Paillettenkleid von Marlene Dietrich. In: Der Spiegel. 30. Dezember 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 28. August 2026]).
  12. ↑ Juries 2025 – DOK Leipzig. Abgerufen am 21. Dezember 2025 (englisch).
  13. ↑ Jury – AKE DIKHEA? – 9th International Festival of Romani Film. Abgerufen am 21. Dezember 2025.
  14. ↑ S2 STUDIO s r o-INTERNETOVÉ SLUŽBY, GRAFIKA, VÝROBA REKLAMY, MARKETING, https://www s2studio cz: Ji.hlava IDFF Heleen Gerritsen. Abgerufen am 21. Dezember 2025 (englisch).
  15. ↑ Sankt Petersburg. In: Mit dem Zug durch... 31. März 2011, abgerufen am 21. Dezember 2025.