Helen (Helene) Balmer-Gerber (* 25. Oktober 1924 in Langnau im Emmental; † 12. März 2023) war eine Schweizer Bildhauerin.

Helen Balmer geb. Gerber verbrachte ihre Kindheit und Jugend als zweite von drei Töchtern einer Fabrikantenfamilie in Langnau. Sie besuchte von 1931 bis 1940 die Primar- und Sekundarschule und entwickelte sich als künstlerisch begabte Zeichen-Schülerin. Der Besuch einer Skulpturenausstellung von Germaine Richier in Genf im Jahr 1939 inspirierte sie dazu, Bildhauerin zu werden. Sie besuchte das Freie Gymnasium in Bern, wo sie 1944 die Matura ablegte. Anschliessend studierte sie zwei Semester Architektur an der ETH Zürich und absolvierte von 1945 bis 1949 ein Studium in Jurisprudenz mit Lizenziats-Auszeichnung in Bern. Von 1949 bis 1953 studierte sie in Paris bei der Bildhauerin Germaine Richier. Sie erlernte und wendete die traditionelle Punktiertechnik nach Auguste Rodin und Emile-Antoine Bourdelle unter anderem am Portrait Monique an, welches sie in Bronze bei Valsuani noch in Paris giessen liess.
1954 kehrte sie in die Schweiz zurück und lernte durch ihre Ausbilderin bei Richier den Basler Bildhauer Lorenz Balmer kennen, den sie im gleichen Jahr heiratete. Heimatorte des Ehepaares sind Lausen, Basel-Stadt und Bäretswil ZH. Aus der Ehe stammen zwei Töchter, 1955 und 1957 geboren. 2019 lebt Helen Balmer mit Nachkommen «Auf der Burg», dem Familiensitz Balmer in Basel.
Helen Balmer wurde 1963 Mitglied der Sektion Basel der GSMBK (Gesellschaft Schweizerischer Malerinnen, Bildhauerinnen, Kunstgewerblerinnen), später SGBK (Schweizerische Gesellschaft Bildender Künstlerinnen) genannt, welche sie 2001, 2002 bis 2003 präsidierte. Sie setzte sich für die Akzeptanz und Chancengleichheit der Bildhauerinnen bei Ausstellungen ein sowie für deren Teilnahme an Wettbewerben. Helen Balmer war Ehrenmitglied der SGBK.
Die Brunnenanlage im Garten des Universitätsspitals Basel wird im Zuge des neuen Klinikum II Bau abgerissen werden.

Helen Balmer arbeitet als selbständige Bildhauerin im eigenen Atelier mit Gips, Lehm, Wachs, Stein und Holz. Anfänglich gestaltete sie Porträts, später abstrakte Formen. Sie kreierte einerseits hunderte von Kleinplastiken, andererseits entwarf sie Modelle in Gips zu Monumentalskulpturen, welche sie mit ihrem Ehemann sowie den Lehrlingen und Lehrtöchtern des Künstlerehepaars in Marmor und anderem Stein realisierte. Viele von Helen Balmers Skulpturen sind im öffentlichen Raum zugänglich.


| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Balmer, Helen |
| ALTERNATIVNAMEN | Balmer-Gerber, Helen; Balmer, Helene; Balmer-Gerber, Helene |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Bildhauerin |
| GEBURTSDATUM | 25. Oktober 1924 |
| GEBURTSORT | Langnau im Emmental |
| STERBEDATUM | 12. März 2023 |