Helen Leuninger

Helen Leuninger (* 22. März 1945 in Berlin) ist eine deutsche Sprachwissenschaftlerin und Hochschullehrerin.

Leben und Wirken

Nach ihrer Reifeprüfung 1964 in Frankfurt/M. studierte Helen Leuninger von 1965 bis 1969 Romanistik und Anglistik an der Universität Frankfurt/M. Im Jahre 1969 promovierte sie im Fach Romanistik mit einer sprachtheoretischen Arbeit bei Wolfgang Pollak. Von 1970 bis 1980 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Frankfurt/M. 1980 habilitierte sie sich für Germanistik und Allgemeine Sprachwissenschaft und lehrte seit diesem Jahr als Professorin für Germanistische Linguistik an dieser Universität. 2010 wurde sie emeritiert. Seit 2011 ist die Honorarprofessorin an der Hochschule Fresenius.

Helen Leuninger beschäftigt sich vor allem mit Neuro- und Psycholinguistik, außerdem mit Gebärdensprachen. Sie sammelt und veröffentlicht lustige Versprecher. 2020 erschien von ihr ein Buch über ihre langjährigen akademischen Erlebnisse.

Der christliche Gewerkschafter und 1945 hingerichtete Widerstandskämpfer gegen das nationalsozialistische Regime Franz Leuninger war ihr Onkel.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Leuninger, Helen. In: Wilfried Kürschner (Hrsg.): Linguisten-Handbuch. Bd. 1. Narr, Tübingen 1994, S. 543, ISBN 3-8233-5000-5 (mit biografischen Daten, Publikationsliste u. Foto).
  2. ↑ Katinka Fischer: Für Gebärdensprache, gegen Gendersternchen. Humorvoll und streitbar. Die Linguistin Helen Leuninger zieht eine Bilanz ihres akademischen Lebens. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18. August 2020, S. 32 (mit Foto).
  3. ↑ Leuninger, Helen: Universum Universität. Akademische Episoden aus fünf Jahrzehnten. Frank & Thimme, Berlin 2020, ISBN 978-3-7329-0675-8, Seite 126.
Personendaten
NAME Leuninger, Helen
KURZBESCHREIBUNG deutsche Sprachwissenschaftlerin und Hochschullehrerin
GEBURTSDATUM 22. März 1945
GEBURTSORT Berlin