Helene Varges (* 17. November 1877 in Johannisburg, Ostpreußen; † 21. März 1946 in Westerland auf Sylt) war eine deutsche Malerin, Zeichnerin und Illustratorin.


Helene Varges besuchte die Zeichenklasse der Handels- und Gewerbeschule in Stettin, ging 1896 nach Berlin an die Königliche Kunstschule. Ein Staatsstipendium ermöglichte es ihr 1897, die Malklasse von Emil Doepler an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin zu besuchen. 1902 trat sie der „Steglitzer Werkstatt“ bei, einer der wichtigsten Keimzellen der deutschen Buchkunstbewegung. Sie machte sich mit Exlibris und buchkünstlerischen Entwürfen im Geiste des Jugendstils einen Namen. Nach der Auflösung der Steglitzer Werkstatt arbeitete Helene Varges als Zeichenlehrerin. Sie zog 1904 auf die Nordseeinsel Juist und verdiente ihren Lebensunterhalt mit Zeichenarbeiten für die Biologische Anstalt auf Helgoland. Bis 1919 lebte sie in Emden und Lüneburg und im Sommer auf Helgoland. 1908 kam sie mit ihrer Lebensgefährtin, der Schriftstellerin Margarete Boie, das erste Mal nach Sylt. Die beiden waren von der Insel so sehr fasziniert, dass sie von 1919 bis 1928 ihren Lebensmittelpunkt nach Westerland verlegten. Margarete Boie schrieb mehrere Romane, deren Grundlage die Kulturgeschichte Sylts war. Helene Varges illustrierte die Bücher. Seit Anfang der 1920er Jahre schuf sie freie Feder- und Pastellzeichnungen. 1933 erschien die Mappe Bilder von Sylt.

| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Varges, Helene |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Malerin, Zeichnerin und Illustratorin |
| GEBURTSDATUM | 17. November 1877 |
| GEBURTSORT | Johannisburg |
| STERBEDATUM | 21. März 1946 |
| STERBEORT | Westerland |