Helene Bukowski

Helene Bukowski (2026)

Helene Bukowski (* 1993 in Berlin) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Leben

Bukowski wuchs in Berlin auf und besuchte eine Montessorischule. Ihre Familie mütterlicherseits kommt aus Mecklenburg-Vorpommern. Sie legte 2012 am John-Lennon-Gymnasium das Abitur ab. Als Jugendliche gewann sie mit einer zu einem Bild von Jeff Wall verfassten Kurzgeschichte einen vom Deutschen Guggenheim organisierten Schreibwettbewerb. Nach einem Au-pair-Jahr in London studierte sie an der Universität Hildesheim im Bachelor und Master den Studiengang Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus und lebte dort insgesamt sechs Jahre. Helene Bukowski lebt in Berlin.

Werk

Bukowski veröffentlichte Texte in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften, darunter in Bella triste, als deren Mitherausgeberin sie fungierte.

Romane

Milchzähne erschien 2019 im Verlag Blumenbar und spielt in einer postapokalyptischen, von Hitze, Mangel und Abschottung geprägten Zukunftswelt, in der Fremdheit und Zugehörigkeit zentrale Motive sind. Die Kritik hob an dem Roman insbesondere Bukowskis klare, knappe Sprache sowie die Verbindung von Klimakrise, sozialer Enge und Ausgrenzung hervor. Der Roman war für mehrere Literaturpreise nominiert, darunter den Mara-Cassens-Preis, den Rauriser Literaturpreis und den Kranichsteiner Literaturförderpreis, und wurde ins Französische und Englische übersetzt. 2024 wurde Milchzähne von Sophia Bösch verfilmt.

2022 folgte mit Die Kriegerin, ebenfalls im Blumenbar Verlag, ein Roman über zwei Frauen, deren Wege über die Bundeswehr, Gewalt, Traumata und Geschlechterrollen miteinander verknüpft sind.

Mit Wer möchte nicht im Leben bleiben veröffentlichte Bukowski 2026 ihren dritten Roman, der sich einer jungen Pianistin nähert, die in die Förder- und Machtstrukturen der DDR gerät und 1985 aus dem Fenster der elterlichen Wohnung springt. Das Buch war 2026 in der engeren Auswahl für den Preis der Leipziger Buchmesse.

Weitere Arbeiten

Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin war Bukowski auch an dem Film Zehn Wochen Sommer als Co-Autorin beteiligt. Zehn Wochen Sommer gewann 2015 einen Grimme Sonderpreis Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen.

Veröffentlichungen

Stipendien und Auszeichnungen

Commons: Helene Bukowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 „Die Kriegerin“ von Helene Bukowski: Blumen und Härte. In: taz.de. 10. September 2022, abgerufen am 17. März 2026.
  2. ↑ Helene Bukowski über das Entstehen ihres neuen Romans »Die Kriegerin«. In: Blumenbar. 1. September 2022, abgerufen am 19. März 2026.
  3. ↑ John-Lennon-Oberschule. In: Berliner Morgenpost. 17. Juni 2012, abgerufen am 1. Dezember 2022.
  4. ↑ Yumpu.com: Download PDF „Alle Geschichten“ – Deutsche Guggenheim. (PDF) Abgerufen am 4. Dezember 2022.
  5. ↑ Helene Bukowski: Mädchenbande. In: merkur-zeitschrift.de. Abgerufen am 1. Dezember 2022.
  6. ↑ Helene Bukowski. In: perlentaucher.de. Abgerufen am 12. April 2022.
  7. ↑ Debütroman „Milchzähne“: Auf der anderen Seite. In: taz.de. 14. April 2019, abgerufen am 17. März 2026.
  8. 1 2 Helene Bukowski: „Milchzähne“ – Nach dem Klima-Crash. In: Deutschlandfunk. 25. Juni 2019, abgerufen am 17. März 2026.
  9. ↑ Helene Bukowski. In: Aufbau Verlage. Abgerufen am 1. Dezember 2022.
  10. ↑ Kritik zu Milchzähne. In: epd Film. 25. Oktober 2024, abgerufen am 17. März 2026.
  11. ↑ Helene Bukowski: „Die Kriegerin“ – Blumen und Waffen. In: Deutschlandfunk Kultur. 13. Oktober 2022, abgerufen am 17. März 2026.
  12. ↑ Helene Bukowski: „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ – Zögern vor dem Leben. (PDF) In: Deutschlandfunk. 8. März 2026, abgerufen am 17. März 2026.
  13. ↑ Der letzte Akkord einer begabten Pianistin. In: taz.de. 14. März 2026, abgerufen am 17. März 2026.
  14. ↑ https://www.leipziger-buchmesse.de/de/news/das-sind-die-nominierten-fuer-den-preis-der-leipziger-buchmesse
  15. ↑ Helene Bukowski. In: climate-fiction-festival.de. Abgerufen am 4. Dezember 2022.
  16. ↑ Das sind die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse. Abgerufen am 12. August 2026.
  17. ↑ Nominiert. Abgerufen am 12. August 2026.
  18. ↑ Überblick der Villa Aurora-Stipendiat:innen. Abgerufen am 16. Oktober 2026.