Helge Stein

Helge Sören Stein (* 20. Juli 1988 in Deutschland) ist ein deutscher Physiker, Materialwissenschaftler und Hochschullehrer an der Technischen Universität München (TUM), wo er die W3-Professur für Digitale Katalyse an der TUM School of Natural Sciences im Department Chemie innehat.

Leben und Wirken

Stein stammt aus Hamburg und wuchs in Altengamme, Bergedorf, Reinbek und Lüneburg auf, wo er 2008 sein Abitur am Johanneum Lüneburg ablegte. Zwischen 2008 und 2013 studierte er Physik im Bachelor und Master an der Georg-August-Universität Göttingen. Anschließend promovierte er bei Alfred Ludwig und Wolfgang Schuhmann an der Ruhr-Universität Bochum in Materialwissenschaften als Doktoringenieur im Jahr 2017 und erhielt im Folgejahr den Preis für die beste Dissertation in Form des Gebrüder-Eickhoff-Preises. Von 2017 bis zum Antritt seiner Tenure-Track-Professur 2020 am Karlsruher Institut für Technologie war er Postdoktorand und Forschungsingenieur am California Institute of Technology bei John Gregoire. Von 2020 bis 2023 forschte er am Helmholtz-Institut Ulm als W1-Professor des Karlsruher Instituts für Technologie und ist seit Juni 2023 W3-Professor für Digitale Katalyse an der Technischen Universität München. Er lehrt in München vor allem zu Programmierung, Automatisierung und Technischer Chemie und ist darüber hinaus am TUM.Asia Campus in Singapur und in Indien aktiv.

Forschung

Die Forschung von Helge Stein schlägt Brücken zwischen Technischer Chemie, Maschinenbau und Informatik da er und sein Team Forschung an Batterie und Katalysatormaterialien und Prozessen durch Automatisierung, Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie dem Design von Forschungs- und Innovationsprozessen beschleunigt, Er ist einer der Vorreiter der datengetriebenen Materialforschung und der Orchestrierung von Forschungsprozessen über mehrere Labore hinweg. Darüber hinaus ist er ein Experte des Datenmanagements und der hardwarenahen Programmierung. Neuere Projekte umfassen Trockenreformierung oder beschleunigte Formierung.

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Digitale Katalyse. Abgerufen am 7. Mai 2026.
  2. ↑ Progress and prospects for accelerating materials science with automated and autonomous workflows. Abgerufen am 7. Mai 2026 (englisch).
  3. ↑ Game Changer der Batterieforschung: Forschungsdaten und KI - Prof. Helge Stein. Abgerufen am 7. Mai 2026.
  4. ↑ Lebensmittelabfälle mit Sonnenlicht in nachhaltige Rohstoffe verwandeln. Abgerufen am 7. Mai 2026.
  5. ↑ Patentanmeldung EP4666326A1: Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer elektrochemischen Vorrichtung. Angemeldet am 14. Februar 2024, veröffentlicht am 24. Dezember 2025, Anmelder: Karlsruher Institut für Technologie, Erfinder: Helge Stein et al.‌
  6. ↑ Eickhoff-Preis – Fakultät für Maschinenbau. In: Ruhr-Universität Bochum. Abgerufen am 7. Mai 2026 (englisch).
Personendaten
NAME Stein, Helge
ALTERNATIVNAMEN Stein, Helge Sören (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Physiker, Materialwissenschaftler und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 20. Juli 1988
GEBURTSORT Hamburg