Ab 1915 agierte Hella Moja auf Vermittlung von Alwin Neuß als Stummfilmdarstellerin. Ihr bevorzugtes Metier war das Melodram, wo sie häufig als Gräfin oder Burgfräulein zu sehen war. Während des Ersten Weltkrieges und in der Zeit danach gehörte Hella Moja zu den bekanntesten deutschen Filmschauspielerinnen. Ihre Cherubin-Darstellung in Figaros Hochzeit (1920) gilt als besonders beeindruckend.
1918 gründete sie die „Hella Moja Film-Gesellschaft m.b.H.“ und 1922 die „Hella Moja Film AG“ (1922–1927), bei der ihr späterer Ehemann, Filmregisseur Heinz Paul, Vorstand war und sie selbst als Aufsichtsratsmitglied und Aktionärin am Unternehmen beteiligt war. Bereits seit Mitte der zwanziger Jahre galt ihr theatralischer Stil als nicht mehr zeitgemäß, und Moja konzentrierte sich auf das Schreiben von Drehbüchern.
Nach langer Krankheit verstarb Hella Moja in der Nacht vor ihrem 45. Geburtstag an einer Lungenentzündung, nach anderen Angaben an einer Radiumverbrennung. Sie wurde auf dem Berliner Friedhof Heerstraße im heutigen Ortsteil Westend beerdigt. Die Grabstätte ist jedoch bereits aufgelöst.
Victor Neuenberg (Hrsg.): Film-Magazin. Reinhold Kühn, Berlin 1920, DNB019365020, S. 404 f.
Hans Richter (Hrsg.): Filmstern. Richters Handbuch der Schauspieler, Regisseure und Schriftsteller des Films (= Kinojahrbuch. Band 4). Hans Hermann Richter Verlag, Berlin-Wilmersdorf 1921/1922, ZDB-ID1342234-0, S. 66 f.
Hans Böhm (Hrsg.): Unsere Flimmerköpfe. Ein Bilderwerk vom deutschen Film. Band 1. Theater und Film Verlagsgesellschaft Böhm & Co., Berlin 1928, S. 213.
Hermann Treuner (Hrsg.): Filmkünstler. Wir über uns selbst. Sibyllen-Verlag, Berlin 1928 (online).
Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 5: L – N. Rudolf Lettinger – Lloyd Nolan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 500.
↑Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Königsberg/Pr. II, Nr. 167/1892 (online bei Ancestry, kostenpflichtig); im Heirats- und Sterberegister wird als Geburtsjahr fälschlich 1898 angegeben.