| Orientalische Nieswurz | ||||||||||||
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Orientalische Nieswurz (Helleborus orientalis) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Helleborus orientalis | ||||||||||||
| Lam. |
Die Orientalische Nieswurz (Helleborus orientalis), Lenzrose oder Frühlings-Christrose ist eine Art der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie ist in der Türkei und dem Kaukasus beheimatet.
Die Orientalische Nieswurz wächst als ausdauernde krautige Pflanze, die Gruppen bildet. Die Laubblätter besitzen gesägte Blattabschnitte. Das Blattwerk verwelkt gelegentlich bereits während der Blüte und wird anschließend eingezogen, neues Blattwerk erscheint kurz darauf.

Die kleinen, hellen Blüten, deren Färbung von weiß, grünlich, rosa bis hellviolett reicht, weisen gelegentlich dunkle Flecken auf. Es werden Balgfrüchte gebildet.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.
Die Orientalische Nieswurz ist in der Türkei und dem Kaukasus beheimatet. In der Türkei kommt sie auch auf europäischem Boden vor, Nachweise in Griechenland haben sich aber nicht bestätigt. Lokal tritt sie in Deutschland als Neophyt im Grabfeld, in Baden-Württemberg bei Pforzheim und im Gebiet der Jagst (Langenburg), in Bayern im Würmtal auf. Auch in der Schweiz kommt sie verwildert vor. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 2 (schattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).
Die Orientalische Nieswurz wurde 1789 von Jean-Baptiste de Lamarck in Encyclopédie méthodique. Botanique Band 3 Teil 1 Seite 96–97 als Helleborus orientalis erstbeschrieben.
Die Art Helleborus orientalis umfasst mehrere Unterarten. Sie kommen alle im Gebiet der Türkei und im Kaukasusraum vor:
Die Sorten der Orientalischen Nieswurz sind ausgesprochen winterhart. Ihre Blüten erscheinen bereits im Winter oder zeitigen Frühjahr. Sie werden ähnlich wie die aus derselben Gattung stammende Christrose (Helleborus niger) und die Purpur-Nieswurz (Helleborus purpurascens) gelegentlich in Gärten angepflanzt. Bei den in Gärten gepflanzten Sorten handelt es sich selten um Helleborus orientalis, es sind fast immer Hybriden unterschiedlicher Eltern, die als Helleborus ×hybridus bezeichnet werden sollten.
Die Orientalische Nieswurz iat giftig.