Hellmuth Hecker

Hellmuth Hecker (* 12. Oktober 1923 in Hamburg; † 7. Januar 2017) war Jurist und ein deutscher Interpret des Theravada-Buddhismus, Chronist des Buddhismus in Deutschland sowie Übersetzer aus dem Pali-Kanon.

Leben und Werk

Als Jurastudent an der Universität Hamburg (WS 1942/43 bis WS 1944/45) gehörte Hecker der Kameradschaft Hermann von Wissmann des NSD-Studentenbundes (vormals Landsmannschaft Hammonia Hamburg in der DL) an, in der zur selben Zeit auch Walter Jens aktiv war. Bei der Reaktivierung der Landsmannschaft Hammonia (nun im CC) wurde Hecker 1952 Mitglied, schied aber später wieder aus.

1945 wurde er von seinem Freund Fritz Schäfer mit Paul Debes bekannt gemacht und wurde so dessen Schüler. 1948 promovierte er an der Universität Hamburg und arbeitete anschließend als Referent an der „Forschungsstelle für Völkerrecht und Ausländisches Öffentliches Recht“, das 1973 mit dem „Institut für Auswärtige Politik“, einer Hamburger Stiftung des bürgerlichen Rechts, zum „Institut für Internationale Angelegenheiten“ der Universität Hamburg zusammengelegt wurde. Schwerpunkte seiner Arbeit waren das ausländische Verfassungs- und Staatsangehörigkeitsrecht.

Neben seinen zahlreichen juristischen Publikationen, vor allem zum Staatsangehörigkeitsrecht im Ausland, trat er ab 1955 auch mit Arbeiten über den Buddhismus hervor. Heckers eigene Werke stehen dabei in der Tradition des Theravada-Buddhismus. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Übersetzungen aus dem Pali, Arbeiten zur Mystik und die Tätigkeit als Herausgeber. Zudem lieferte er Beiträge zur Geschichte des Buddhismus in Deutschland, weshalb ihn Martin Baumann als den „Chronist[en] der deutsch-buddhistischen Bewegung bezeichnete“.

Sein Schwiegervater war Paul Brock, zu dessen 100. Geburtstag er eine Bibliografie und Lebensgeschichte veröffentlichte.

Werke (Auswahl)

Bibliographie

Werke zum Buddhismus

Übersetzungen aus dem Pali-Kanon

Einzelnachweise

  1. ↑ https://web.archive.org/web/20170222193733/http://www.bghh.de/Nachruf_Hellmuth_Hecker-Bild.pdf
  2. ↑ Zwischen Revolution und Rekonstitution – Die Kameradschaften des NSD-Studentenbundes und Altherrenschaften im NS-Altherrenbund an den deutschen Hoch- und höheren Fachschulen 1937 bis 1945. Teilband 4/III: Bereich NORD, Federsee-Verlag Bad Buchau 2025, ISBN 978-3-948502-24-9, S. 35.
  3. ↑ Zwischen Revolution und Rekonstitution – Die Kameradschaften des NSD-Studentenbundes und Altherrenschaften im NS-Altherrenbund an den deutschen Hoch- und höheren Fachschulen 1937 bis 1945. Teilband 4/III: Bereich NORD, Federsee-Verlag Bad Buchau 2025, ISBN 978-3-948502-24-9, S. 39.
  4. ↑ Gerhard A. Genau: Biographie des großen, deutschsprachigen Buddhisten Paul Debes. theravada.ch; abgerufen am 16. Dezember 2022
  5. ↑ Hermann Weber: Geschichte des Instituts (Memento vom 27. März 2012 im Internet Archive) jura.uni-hamburg.de; abgerufen am 9. September 2006
  6. ↑ Mitarbeiterverzeichnis seines Instituts (Memento vom 13. Dezember 2004 im Internet Archive) jura.uni-hamburg.de; abgerufen am 9. September 2006
  7. ↑ Martin Baumann: Buddhismus in Deutschland – Geschichte und Gegenwart (Memento vom 16. August 2015 im Internet Archive) tibet.de; abgerufen am 8. September 2006
Personendaten
NAME Hecker, Hellmuth
KURZBESCHREIBUNG buddhistischer Autor und Buddhismusforscher
GEBURTSDATUM 12. Oktober 1923
GEBURTSORT Hamburg
STERBEDATUM 7. Januar 2017