Hellmuth von Ulmann (* 23. Juni 1913 in Reval; † 5. September 1987 in Heide) war ein baltischer Organist, Dirigent, Komponist, Journalist und Schriftsteller.
Hellmuth von Ulmann verlor im Alter von sechs Jahren die Mutter, sein Vater, ein baltischer Landarzt, starb, als er sechzehn Jahre alt war. Er besuchte das Gymnasium in Dorpat und Reval und studierte 1933 bis 1936 Musikwissenschaft in Reval und Berlin. Zwischen 1937 und 1941 war er als Organist und Theaterkapellmeister in Estland, Konstanz, Neiße und Schwerin tätig, bevor er im Zweiten Weltkrieg Soldat wurde. Nach dem Krieg gründete er in Bad Lauterberg zusammen mit seinem Kameraden Alfred Peglow von Pommern das Harztheater, dessen Lizenzinhaber und Direktor er bis 1948 war. 1949 arbeitete er zunächst als Zeitungs-Journalist, dann als Redakteur beim Norddeutschen Rundfunk. Daneben betätigte er sich schriftstellerisch.
Von Ulmann heiratete 1982 in dritter Ehe die Schriftstellerin und Lyrikerin Elisabeth von Ulmann (1929–2005). Von 1982 bis 1984 lebten sie gemeinsam zunächst in Itzehoe, von 1984 bis 1987 in Ulm und zuletzt in Heide, wo Hellmuth von Ulmann im September 1987 verstarb. Er wurde auf dem Friedhof in Heide beerdigt.
Elisabeth von Ulmann betreute bis zu ihrem Tod den kompositorischen und schriftstellerischen Nachlass Hellmuth von Ulmanns. Dieser Nachlass ist nunmehr in die Betreuung durch die Elisabeth-von-Ulmann-Gesellschaft e.V. übergegangen, die nach Auflösung als Freundeskreis Elisabeth von Ulmann den Nachlass beider Künstler betreut.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ulmann, Hellmuth von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Organist, Dirigent, Komponist, Journalist und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 23. Juni 1913 |
| GEBURTSORT | Reval |
| STERBEDATUM | 5. September 1987 |
| STERBEORT | Heide |