Helmut Reichelt (* 1939 in Borås, Schweden) ist ein deutscher Ökonom und Soziologe. Reichelts sozialwissenschaftlichen Wurzeln liegen in der Kritischen Theorie und er ist einer der zentralen Autoren der Neuen Marx-Lektüre. Sein Forschungsfeld ist die Marxsche Werttheorie.
Helmut Reichelt bestand 1959 am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Konstanz das Abitur. Er studierte zunächst drei Semester an der Universität Freiburg im Breisgau und danach bis 1968 an der Universität Frankfurt Soziologie – unter anderem bei Theodor Adorno mit dem Abschluss als Diplom-Soziologe. Bereits in seinen Studienjahren begann eine langjährige Zusammenarbeit mit Hans-Georg Backhaus (1929–2026).
Nach seinem Diplom war Reichelt am Institut für Sozialforschung Assistent des Politologen Iring Fetscher. 1970 wurde er mit der Arbeit Zur logischen Struktur des Kapitalbegriffs bei Karl Marx zum Dr. rer. pol. promoviert, Doktorvater war Fetscher. Reichelt wurde 1971 Professor an der Universität Frankfurt. 1974 erfolgte auf Initiative von Alfred Sohn-Rethel der Ruf auf den Lehrstuhl für Soziologische Theorie an die Universität Bremen, wo er bis 2005 lehrte. Der Lehrstuhl war ausgerichtet auf „Wissenschafts- und Gesellschaftstheorie unter besonderer Berücksichtigung der Dialektik in der Kritik der politischen Ökonomie“.
Reichelt ist – mit einer Unterbrechung – Vorsitzender der Marx-Gesellschaft e. V. seit deren Gründung im Februar 1994.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Reichelt, Helmut |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher marxistischer Ökonom und Soziologe |
| GEBURTSDATUM | 1939 |
| GEBURTSORT | Borås, Schweden |