Helmut Deckert

Helmut Deckert (* 18. Januar 1913 in Klotzsche; † 18. Februar 2005 in Radebeul) war ein deutscher Bibliothekar.

Leben und Wirken

Helmut Deckert begann 1933 nach seiner Reifeprüfung in Dresden mit dem Studium der Germanistik und Philosophie an der Universität Leipzig, brach sein Studium jedoch bereits 1934 wieder ab. Stattdessen absolvierte er an der Sächsischen Landesbibliothek (Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) die Ausbildung für den mittleren Bibliotheksdienst und legte die Prüfung hierfür 1936 ab. Bis zum Eintritt in seinen Ruhestand 1981 war er als Mitarbeiter an dieser Bibliothek tätig, nur unterbrochen durch Kriegsdienst und Gefangenschaft von 1944 bis 1945. Innerhalb der Bibliothek gelang ihm der berufliche Aufstieg, sogar in den wissenschaftlichen Dienst, sodass er 1949 zum stellvertretenden Direktor ernannt wurde. Bei drei Gelegenheiten oblag ihm die kommissarische Leitung der Bibliothek (1952, 1957 bis 1959 und von 1962 bis 1964). Außerdem leitete er das Buchmuseum der Bibliothek. Wichtige Arbeit leistete er nach 1945 beim Wiederaufbau der Bibliothek nach den Zerstörungen Dresdens. Über lange Zeit leitete Deckert die Sondersammlungen der Bibliothek, zu denen auch die Handschriften und Inkunabeln sowie die Nachlässe gehören und erarbeitete hierfür Bestandsverzeichnisse. Über diese Bestände legte er zahlreiche Veröffentlichungen vor und kümmerte sich um die Faksimilierung mehrerer bedeutender Objekte, insbesondere der Maya-Handschrift. Deckert war außerdem in mehreren Kulturvereinigungen tätig.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Henrik Schwanitz: Helmut Deckert. In: Sächsische Biografie (mit allen biografischen Daten, abgerufen am 6. Juli 2026).