Helmut Walter Jenkis (* 22. November 1927 in Petrellen, Landkreis Heydekrug, Memelland, Litauen; † 13. Januar 2016) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler.
Helmut Jenkis, Sohn von Else Jenkis, geborener Kurps, und des Bauunternehmers Martin Jenkis, wurde in Ostpreußen geboren und studierte nach einer Lehre bei der Stadtverwaltung im holsteinischen Barmstedt ab 1948 Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie internationale Wirtschaftsbeziehungen in Hamburg, Brügge, Luxemburg, Bonn und Freiburg. In Freiburg im Breisgau wurde er mit der Arbeit Die Neutralisierung von Zahlungsbilanzüberschüssen: Eine theoret.empir. Untersuchung zur dt. Währungspolitik von 1950-1960 zum Dr. rer.pol. promoviert. Er war Absolvent des ersten Jahrgangs der 1948 gegründeten Akademie für Gemeinwirtschaft, der späteren Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik.
Von 1950 bis 1957 war Jenkis in der Wohnungswirtschaft tätig: Er war zunächst Revisionsassistent beim Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen, ab 1976 Verbandsdirektor und Vorstand des Verbandes der Wohnungswirtschaft in Niedersachsen und Bremen mit Sitz in Hannover. Er war des Weiteren langjähriges Mitglied des Verbandsausschusses des Gesamtverbandes gemeinnütziger Wohnungsunternehmen.
Von 1957 bis 1966 war er UN-Beamter. Zwischen 1973 und 1983 war er UN-Wohnungsbauberater für Regierungen in 19 europäischen und außereuropäischen Ländern wie Zypern (1973, 1977 und 1981), Island (1975), Iran (1974/1975 und 1975/1976) und Oman (1982/1983) engagiert.
Seit seiner Ernennung am 29. März 1975 war er Honorarprofessor für Volkswirtschaftslehre mit dem Spezialgebiet Wohnungswirtschaft im Fachbereich Raumplanung der Universität Dortmund. Er hatte Gastprofessuren in Münster, Leipzig und Brisbane (Australien) inne. Im Auftrag des Goethe-Instituts lehrte er in Australien, in der Türkei und in Nordirland.
Jenkis hat mehr als 17 Bücher, 230 Aufsätze, 12 Rezensionen veröffentlicht. Er war Herausgeber von vier Sammelwerken (Stand 1997). Insbesondere beschäftigten ihn Themen der DDR-Planwirtschaft und deren Untergang in den letzten Jahren.
Helmut W. Jenkis war evangelisch, seit 1960 verheiratet mit Sonnhilt Jenkis, geborene Preussger, sammelte Ikonen und lebte in Garbsen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jenkis, Helmut |
| ALTERNATIVNAMEN | Jenkis, Helmut Walter; Jenkis, Helmut W. |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Wirtschaftswissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 22. November 1927 |
| GEBURTSORT | Petrellen, Landkreis Heydekrug, Memelland, Litauen |
| STERBEDATUM | 13. Januar 2016 |