1966 legte Helmut Kand die Matura ab. An der Akademie der bildenden Künste in Wien war er in der Meisterklasse A.P. Gütersloh und Rudolf Hausner, später studierte er in Rom und London. 1969, zur Eröffnung seiner Ausstellung in der Londoner Ewan Phillips Gallery, veranstaltete Kand die öffentliche Verbrennung seiner Bilder. Die in Phiolen eingefüllte Asche wurde ausgestellt.
Die Österreichische Post brachte 2010 in ihrer Reihe „Moderne Kunst in Österreich“ eine Marke mit Kands Bild Jahresringe von Glück und Duft heraus.
Als Omans Hauptstadt Maskatarabische Kulturhauptstadt 2006 war, lud Sultan Qabus Künstler aus 40 Ländern ein – für Österreich war dies Helmut Kand. Er erhielt Kunstpreise und Auszeichnungen wie „Malender Botschafter von Ios“ und „Foreign Born Indonesian Artist“.
Am 14. November 2023 wurde Helmut Kand zu „neun Monaten bedingte Gefängnisstrafe auf drei Jahre Bewährung wegen Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung in zwei Fällen“ verurteilt, weil er Frauen unter dem Vorwand der Kunst in sein Atelier gelockt und sexuell missbraucht hatte.
Nach der rechtskräftigen Verurteilung Kands überlegte die Stadt Leoben, das 1993 auf dem mittlerweile denkmalgeschützten Wohn- und Geschäftshaus Murdampfer entstanden Wandgemälde Kands übermalen zu lassen.
Die Stadt Wien entschied im November 2024, das Wandbild Kands auf dem Gebäude Magdalenenstraße 33/Hofmühlgasse im Wiener Gemeindebezirk Mariahilf in den nachfolgenden 16 bis 18 Monaten entfernen zu lassen. Vorausgegangen war im Sommer 2024 eine Petition, die die Übermalung des gigantischen Murals gefordert hatte.
Werk
Helmut Kand bezeichnet sich als „poetischer Surrealist“. Seine Flachskulpturen sind aus Holz, Edelstahl oder Glas.
Ausstellungen (Auswahl)
2007: Mit Traumbeschleunigern in Neitnot schlittern, Bruck/M Kulturhaus
2007: Nach dem warmen Zitronenregen, Kunsthaus Köflach, Steiermark
2010: Im Traum trink’ ich deine Seele, Kunsthaus Rust
2011: Kandibali – road to east, 3 Ausstellungen in Bali und Yogyakarta, Indonesien
2012: Aldebaran – Somnambuler Park, Schloss Gabelhofen, Steiermark
2013: In/Out, Espace Culturel François Mitterrand in Périgueux, Frankreich
2013: Geborgenheit im Labyrinth der Träume, Kulturzentrum Kapfenberg
2014: Meldungen aus unseren inneren Labyrinthen, Schloss Gabelhofen, Steiermark
2015: Cosiness in the labyrinth of dreams, National Gallery of Indonesia, Jakarta, Indonesien
2015: Oliaje de la vida, Centro Cultural Casas de lo Matta, Vitacura, Santiago de Chile, Valparaiso, Iquique
2015: Jagd nach stabiler Stille, Fotoforum, Trierenberg
2015: Jane Kahan Gallery New York präsentiert Helmut Kand auf drei Kunstmessen in Kalifornien
2016: Traumreste und Staunen beim Aufwachen, Kulturhaus Bruck/Mur