Helmut Knolle

Helmut Knolle (* 27. August 1939 in Offenbach am Main) ist ein deutscher Mathematiker, Biomathematiker und Sachbuchautor.

Leben und Wirken

Helmut Knolle studierte an der Universität Frankfurt am Main Mathematik, Philosophie und Musik und legte 1962 das Diplom in Mathematik ab. Nach akademischen Versuchen widmete er sich ab 1967 zunächst der Musik. Schließlich wurde er wissenschaftlicher Assistent an der Ruhr-Universität Bochum und dort Vorsitzender der Hochschulgruppe der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

1977 wurde er an der Gesamthochschule Paderborn bei Klaus Deimling zum Dr. rer. nat. promoviert. Von 1978 bis 1979 arbeitete er am Departamento de Matemáticas der Universidad Nacional de Colombia, am Departamento de Matemáticas y Física der Universidad de La Salle in Bogotá, Kolumbien, und an der an Escuela Superior de Música des Kulturinstituts von Boyacá in Tunja. Von 1980 bis 1985 war er in der Abteilung für Epidemiologie und Sozialmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover tätig.

1985 habilitierte er sich in Hannover im Fach Biomathematik. Danach arbeitete er in Kolumbien an der Universidad del Quindío in Armenia. Nach seiner Rückkehr wurde er in der Schweiz Mitarbeiter für mathematische Modelle in der Medizin am Bundesamt für Gesundheit in Bern und als freier Mitarbeiter Privatdozent am Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern.

Seit seinem Eintritt in den Ruhestand beschäftigt er sich unter anderem mit Problemen der Wirtschaftswissenschaften, der Geschichte der Gesellschaft, der Demografie, des Klimawandels sowie gesellschaftlichen Vorgängen in Lateinamerika, veröffentlicht Artikel zu diesen Untersuchungen in wissenschaftlichen und publizistischen Organen und arbeitete weiterhin an verschiedenen Hochschulen in Kolumbien. Er gehört zur Fachgruppe „Politische Ökonomie“ von Denknetz und zur wachstumskritischen Gruppe „Décroissance Bern“.

Helmut Knolle wohnt in Wohlen bei Bern.

Schriften

Ausgewählte Artikel

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Autoreneintrag in Elektrizität und Freizeit. In: Denknetz-Jahrbuch 2017. S. 117–122, hier S. 117 (PDF; 104 kB).
  2. 1 2 3 Neue Zeitschrift Für Missionswissenschaft. Band 50, 1994, ISSN 0028-3495, S. 77 (Snippetansicht).
  3. ↑ Stanley Einstein (Hrsg.): Substance Use & Misuse. Band 32, Ausgabe 7. Dekker, New York 1997, S. 1368 (Snippetansicht).
  4. ↑ Aktivitäten politischer Gruppen an der RUB 1971 (Memento des Originals vom 14. Dezember 2024 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf mao-projekt.de, abgerufen am 2. Oktober 2022.
  5. ↑ Helmut Knolle im Mathematics Genealogy Project (englisch)
  6. ↑ Abhandlungen Der Akademie Der Wissenschaften Der DDR. Abteilung Mathematik, Naturwissenschaften, Technik. Akademie, Berlin 1977, S. 48.
  7. ↑ Apuntes del CENES. Bände 29–32. Universidad Pedagógica y Tecnológica de Colombia, Tunja 2000, ISSN 2256-5779, S. 113 (Snippetansicht).
  8. ↑ Cell kinetic modelling and the chemotherapy of cancer. Springer, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-540-50153-3, S. ii (Snippetansicht).
  9. ↑ Helmut Knolle auf researchgate.net, abgerufen am 2. Oktober 2022.
  10. ↑ Denknetz-Jahrbuch 2009. S. 56 (PDF; 2,2 MB).
  11. ↑ Prelude to a Critique of Ecological Economy. Abstract auf degrowth.community, abgerufen am 3. Oktober 2022 (PDF; 121 kB).